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Flüchtlingsunterkunft wird geschlossen

Weniger Flüchtlinge Flüchtlingsunterkunft wird geschlossen

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf den Zietenterrassen wird Ende März geschlossen. Grund sei, dass der Stadt derzeit weniger Flüchtlinge zugewiesen würden als noch in den Vormonaten, teilte die Göttinger Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

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Quelle: Archiv

Göttingen. Bis April gilt demnach zwar eine Quote, nach der das Land Niedersachsen der Stadt noch bis zu 1067 Flüchtlinge zuweisen kann. „Allerdings ist der Zustrom von Flüchtlingen an der deutsch-österreichischen Grenze derzeit auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den Vormonaten“, so die Stadtverwaltung. Entsprechend weniger Flüchtlinge würden Niedersachsen zugewiesen und von dort auf die Kommunen verteilt. „In der Folge zeigt sich die Situation aktuell für die Kommunen etwas entspannter.“

 
Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in der ehemaligen Bundeswehrsporthalle (Halle 109) auf den  Zietenterrassen wird daher zum 31. März geschlossen. Sie werde auch nicht weiter als Flüchtlingsunterkunft vorgehalten, sondern wieder für den Sport geöffnet, so die Verwaltung. Gleiches gelte für die benachbarte Funsporthalle. Die Stadt bedanke sich beim DRK als Betreiber der Einrichtung für die „hervorragende Arbeit“ sowie bei den freiwilligen Helfern und beim SC Hainberg, hieß es.

Die Verwaltung habe immer gesagt, dass die Sporthalle auf den Zietenterrassen nicht dauerhaft als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden solle, sagte eine Sprecherin: „Sie sollte als Puffer bis zur Fertigstellung unserer anderen Unterkünfte dienen.“ Wegen des deutlichen Rückganges an Zuweisungen sei die Verwaltung zuversichtlich, „dass wir unsere Zuweisungsquote durch die in den nächsten Monaten hinzukommenden Flüchtlingsunterkünfte – und nur, weil neue Unterkünfte hinzukommen – erfüllen können.“ Denn die Investitionen in Unterkünfte, die später als Wohnhäuser genutzt werden könnten (Nohlstraße, Europaallee, Hagenweg, Blaue Halle), seien wirtschaftlich schlicht sinnvoller. „Das Aufrechterhalten der Halle 109 hätte die Stadt monatlich etwa 300 000 Euro gekostet“, sagte die Sprecherin.

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