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Flüchtlingswohnheim: Göttinger Jusos kritisieren Junge Union

„Zynisch und menschenverachtend“ Flüchtlingswohnheim: Göttinger Jusos kritisieren Junge Union

Die Göttinger Jusos weisen die Kritik der Jungen Union (JU) Göttingen an den Plänen für das Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen zurück. Die JU hatte behauptet, dass das Wohnheim mit 180 Plätzen zu groß sei und so keine gute Integrationsarbeit geleistet werden könne.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Außerdem sei die zusätzliche Menge an Menschen auf den Zietenterrassen „eine Belastung für die Infrastruktur“, so die JU weiter . Es drohten „aufgrund der hohen Flüchtlingsfluktuation“ eine „große Anonymität“ und ein „hohes Verkehrsaufkommen“.

„Die Junge Union schließt sich mit ihrer Pressemitteilung der Argumentation der von uns bereits scharf kritisierten Bürgerinitiative ‚Zukunft Zietenterrassen‘ an. Was wir in Göttingen aktuell sehen, ist der Wille zur Integration. Die Stadtverwaltung leistet in diesem Bereich hervorragende Arbeit. Ressentimentgeladene Angstmacherei von Bürgerinitiativen und der Jungen Union hilft an dieser Stelle nicht weiter“, teilt Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks Göttingen, mit.

„Es gilt in Zusammenarbeit mit den Bürgern den Geflüchteten zu helfen und den Start in Göttingen so einfach wie möglich zu gestalten“, ergänzt Joris Sprengeler aus dem Juso-Stadtverbandsvorstand. Jusos und Göttinger Stadtverwaltung strebten die Rückkehr zur dezentralen Unterbringung aller Flüchtlinge an. Unter den aktuellen Umständen sei jedoch eine zentrale Unterbringung, wie sie auf den Zietenterrassen geplant sei, erforderlich. Vor dem Hintergrund von Kriegen, Bürgerkriegen und Terror im Nahen Osten und Nordafrika erscheine es den Jusos überdies „nahezu zynisch und menschenverachtend“, dass die Junge Union Flüchtlinge als „Belastung für die Infrastruktur“ bezeichne, so Sprengeler.

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