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Göttingen ist frauenfreundlichste Stadt in Niedersachsen

Focus-Ranking Göttingen ist frauenfreundlichste Stadt in Niedersachsen

Göttingen ist die frauenfreundlichste Stadt in Niedersachsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Kölner Sozialforschern für die Zeitschrift Focus. Unter 77 untersuchten Städten in Deutschland liegt Göttingen auf Platz 8. Zahlen der städtischen Statistiker untermauern das Ergebnis.

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In Göttingen lässt es sich gut leben, das finden auch das ehemalige Gänseliesel Merle Nowack (links) und Leona Blankenstein. 

Quelle: CH (Archiv)

Göttingen. Für das Ranking haben die Sozialforscher Job- und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation, frauenfeindliche Kriminalität sowie Spaß und Freizeitmöglichkeiten in den größten deutschen Städten verglichen. Die zentrale Frage: Wo in Deutschland leben Frauen am besten? Klarer Sieger laut Focus ist die Stadt Dresden, gefolgt von Jena und Leipzig. Schlusslicht ist Ludwigshafen. Unter anderem, weil Frauen dort im Durchschnitt nur 72 Prozent des Gehaltes vergleichbar beschäftigter Männer bekommen. Zum Vergleich: In Dresden seien in Sachen Gehalt Frauen mit 92 Prozent „fast auf Männer-Niveau“. Im Landkreis Göttingen lag der „Gehalts-Anteil“ der Frauen nach Angaben des Göttinger Referates für Statistik und Wahlen im Jahr 2013 bei 87 Prozent.

Göttingen liegt im Focus-Ranking innerhalb Niedersachsen klar an der Spitze - weit vor Oldenburg (Platz 14), Hannover (Platz 35) und Braunschweig (Platz 70). Warum das so ist, wird im Detail nicht genannt. Nur so viel: Für das Ranking seien Tausende Werte aus Kriminalitätsstatistiken an einem festgelegten Stichtag und Daten der Bundesagentur für Arbeit herangezogen worden. Auch dynamische Vergleichswerte, etwa zum Abbau von Frauenarbeitslosigkeit über mehrere Jahre, seien ermittelt worden. Darüber hinaus seien Spaß-Faktoren eingeflossen: von Shops für Frauen bis zu Yoga-Angeboten.

Ergänzend zum Focus-Ranking hat das Göttinger Statistik-Referat jetzt in seinem aktuellen „Göttinger Statistik Journal“ frauenrelevante Daten veröffentlicht:

→ Frauen sind in Göttingen mit 51 Prozent der Bevölkerung  in der Überzahl. 51,5 Prozent der Frauen sind ledig, 16,4 Prozent verwitwet oder geschieden. Ursache für den hohe Anteil unverheirateter oder allein lebender Frauen und Männer: der hohe Studentenanteil in der Stadt.

→ In Göttingen sind „mehr als die Hälfte“ aller Erwerbstätigen  Frauen. Bundesweit überwiege bei Weitem der Männeranteil unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Aber: 93 Prozent der arbeitenden Männer arbeiten Vollzeit, bei den Frauen sind es nur 54 Prozent.

→ Ausdrücklich verweisen die Statistiker auf viele Gruppen in der Stadt, die „täglich an der Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern arbeiten“ - auch auf das Göttinger  Frauenbüro , das seit 1987 tätig ist.

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