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Formalie verzögert neuen Spielplatz

Ortsrat ärgert sich Formalie verzögert neuen Spielplatz

Die Spielgeräte sind längst beschafft. Schon in den Sommerferein hätten sie aufgebaut werden können. Doch jetzt stehen sie auf dem Bauhof und warten auf die Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Friedland.

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Spielplatzbau in Friedland verzögert: Noch können Kinder nicht spielen wie  auf dem Spielplatz im Gustav-Freytag-Weg.

Quelle: Hinzmann

Groß Schneen. Hinter dem Tagesordnungspunkt „Städtebauliche Entwicklung und Neuordnung von Teilflächen innerhalb der Ortschaft Groß Schneen“ verbirgt sich die schlichte Tatsache, dass ein Sportplatz kein Spielplatz ist. Denn die Gemeinde wollte im Unterdorf an den Rand des alten Sportplatzes neue Spielgeräte aufbauen – als Ersatz für den beim Bau des evangelischen Gemeindehauses weggefallenen Spielplatz an der Kirche. Doch dem schob der Landkreis Göttingen einen Riegel vor. Er verlangte die Umwidmung des Sportplatzgeländes im Flächennutzungsplan. Dem kommt die Gemeinde aus Gründen der Rechtssicherheit jetzt nach.

Das muss allerdings zum Ärger des Ortsrates in einem langwierigen Verfahren geschehen. So lange müssen die Kinder noch warten. Die Erwachsenen streiten sich unterdessen darüber, ob die anderen vier Spielplätze in Groß Schneen alle erhalten bleiben sollen. Anlieger im Großen Bruch hatten nämlich mit einer Unterschriftenaktion für die Rettung des dortigen, schlecht ausgestatteten Platzes gekämpft – auch, weil sich dort die Senioren gern treffen. Die Ortsratspolitiker, die sich in der vorangegangenen Sitzung eigentlich einig waren, dass man diesen und vielleicht auch den Spielplatz am Kampweg/Sportplatz gut aufgeben könne, weil beide nicht genutzt werden, machten in der jüngsten Sitzung erste Rückzugsbewegungen. Gar das Protokoll der letzten Sitzung wurde an mehreren Stellen korrigiert, um den Eindruck zu unterstreichen, dass man damals noch nichts Endgültiges über das Schicksal der umstrittenen Spielplätze gesagt haben wolle. Jetzt solle erst einmal „beobachtet“ werden.

Die Verwaltung, die gern weniger Spielflächen unterhalten würde, gab nur zu bedenken, dass allein jetzt schon jährlich 46 000 Euro für Spielplatzunterhaltung ausgegeben werden und dass kein anderer Ort der Gemeinde so viele davon hat. Fast alle anderen Dörfer haben gerade einmal einen Spielplatz.

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