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Forstgenossen feiern 175 Jahre

Grefenburg Forstgenossen feiern 175 Jahre

Die Forstgenossenschaft Barterode feiert am Sonnabend, 30. Mai, um 14 Uhr auf der Grefenburg im kleinen Steinbruch ihr 175-jähriges Bestehen. 150 Gäste werden erwartet.

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Feiern 175 Jahre Forstgenossenschaft: Hans-Jörg Rosig, Hartmut Jeep, Roland Erdmann, Willi Döring, Werner und Ernst Ropeter. 

Quelle: PH

Landrat Freiherr Friedrich von Adelebsen und sein Bruder, der Gutsherr Freiherr Carl von Adelebsen, vollzogen 1834 gemeinsam mit den Forstinteressierten aus Barterode den sogenannten Teilungsrezess (Vergleich). Die Interessenten, zu denen neben den Landwirten des Dorfes auch Pfarrer, die Schule und die drei Mühlen an der Ausschnippe gehörten, wurden Eigentümer des Barteröder Waldes. 

75 Mitglieder

„Der Rezess erfolgte im Zuge der Bauernbefreiung“, erläutert Landwirt Hartmut Jeep, seit 2003 Vorsitzender der Fortsgenossenschaft. Sie hat heute 75 Mitglieder, denen 395 Hektar Fläche gehören. Abzüglich der Wege, Wiesen und Gewässer bleiben 383 Hektar Wald. Auf 46 Prozent der Fläche wächst Buche, auf 18 Prozent Edellaubholz, auf zwölf Prozent Fichte und auf elf Prozent Eiche, weiß Jeep. Die Forstgenossen bewirtschaften den Forst mit zwei Arbeitern und mit Unterstützung des Forstamtes Münden.  

Zu den Besonderheiten gehört der Basaltabbau auf der Grefenburg, einem erloschenen Vulkan. 1866 erhielt die Forstgenossenschaft das Verfügungsrecht über das Vulkangestein. Zwei Steinbrüche entstanden, die ab 1913 beide von der hannoverschen Firma Mattfeld (heute Wegener) bewirtschaftet wurden. In den Inflationsjahren verpflichteten die Forstgenossen die Firma, Barteröder einzustellen. Sie wollten so sicher stellen, dass möglichst wenig Arbeitslose der Fürsorge der Gemeinde zu Last fielen.  In den 50er-Jahren finanzierte die Genossenschaft mit den Pachteinnahmen den Bau von zwei Drei-Familien-Häusern. In einem dieser Forsthäuser praktizierten über Jahre die drei Doktoren des Dorfes, Haus-, Zahn- und Tierarzt. Ab 1961 wurde der Steinbruch weitgehend maschinell betrieben. 1968 endete der Basaltabbau. 

Die Forstgenossenschaft fusionierte 1981 mit der Realgemeinde, die 50 Hektar einbrachte. Vorsitzender der Forstgenossen war von 1938 bis 1975 der Schneidermeister Louis Finke und von 1975 bis 2003 der Landwirt Erich Wassmuth. 

Von mic

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