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Luxemburger Förster zu Gast

Göttingen Luxemburger Förster zu Gast

Die Anziehungskraft des Göttinger Stadtwaldes reicht offensichtlich bis nach Luxemburg. Aus dem Großherzogtum stammte eine 18-köpfige Delegation, die in den vergangenen zwei Tagen das Team um Forstamtsleiter Martin Levin besuchte. Der Grund: ein Informationsaustausch über die moderne Forstwirtschaft.

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Quelle: Archiv (Symbolbild)

Göttingen. „Aktuell arbeiten wir an einer Novelle unserer Waldgesetze“, erklärte Serge Hermes, Präsident des Luxemburger Forstverbands. Einige Dekrete aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die noch heute in seiner Heimat Gültigkeit hätten, müssten dringend überarbeitet werden. Ein Drittel des nur 2.500 Quadratkilometer großen Landes sei von Wald bedeckt. Damit wolle man so weitsichtig und verantwortungsvoll wie möglich umgehen, so Hermes weiter.
Dazu hatte er vor zwei Jahren Levin eingeladen, das Konzept eines modernen Erholungswaldes in Luxemburg vorzustellen. Dieses beinhaltet neben dem ökonomischen Auftrag der Forstwirtschaft auch eine ökologische und die soziale Komponente. Und so kümmert sich der Göttinger Fachdienst nicht nur um die möglichst naturnahe Produktion des Rohstoffes Holz, sondern auch um Arten- und Naturschutz, und versteht sich als Ansprechpartner für alle Besucher des Waldes.
„Diesen Dreiklang werden wir versuchen zu übernehmen“, sagte Hermes während des Besuches in Göttingen. Ob der Kontakt zu den Göttinger Kollegen erhalten bleibe? – „Ganz bestimmt. Der Austausch wird fortgesetzt.“ Jetzt aber müsse er in der Heimat mit Hochdruck an dem Gesetzestext mitarbeiten, der bereits im nächsten Jahr vorgelegt werden soll – und in den vielleicht ein Stück des Göttinger Forstmanagement-Konzepts einfließen könnte. So hat der Göttinger Stadtwald nicht nur seine Anziehungskraft bewiesen sondern auch Eindruck hinterlassen.

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