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Frei grillen bleibt erlaubt

Schillerwiese Frei grillen bleibt erlaubt

Die Stadt Göttingen wird auf der Schillerwiese keinen öffentlichen Grillplatz anlegen. Zum einen sei eine gute und auf Dauer angelegte Anlage zu teuer, argumentiert die Stadtverwaltung. 

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Nicht immer so sauber: Die Göttinger Schillerwiese bekommt keinen Grillplatz, bleibt aber als ganzes eine große Grillfläche.

Quelle: CH

Göttingen. Zum anderen würde ein Platz für zwei oder drei Gruppen das eigentliche Problem nicht lösen: Müll, Kohle und andere achtlos liegen gelassene Grillreste an vielen Stellen nach einem sonnigen und warmen Tag.

Die SPD-Ratsfraktion hatte eine „behördlich zugelassene Grillfläche“ angeregt. Sie wollte damit dem Wunsch vieler Göttinger nachkommen, auf der großen schönen Schillerwiese bei gutem Wetter Grill-Picknicks zu veranstalten ohne dabei illegal zu handeln. Ein öffentlicher Grillplatz diene vor allem Nutzern, die selbst keinen Garten oder Balkon zur Verfügung hätten, erklärte die Fraktion. Vor allem aber könne eine ausgewiesene Anlage dazu beitragen, dass die Schillerwiese in der Grillsaison generell sauber bleibe. Hintergrund: Nach schönen Sommerabenden und Wochenenden  liegen oft Einweggrills, Asche und Abfall verstreut auf der großen Rasenfläche. Verboten ist Grillen auf der Wiese nicht. Für das Feuer muss allerdings ein geeignetes und über dem Rasen stehendes Gerät verwendet werden. Standgrills sind erlaubt, Einweggeräte ohne Füße hingegen nicht.

Die Verwaltung konterte im Ratsausschuss für Umwelt und Klimaschutz, dass ein vorgegebenes und begrenztes Areal die Probleme durch grillende Nutzer nicht lösen werde, weil nur maximal drei Gruppen den Platz nutzen könnten. Zudem koste eine einfache befestigte Anlage  mit Schutzhütte  und Betreuung im ersten Jahr etwa 7000 Euro, dann jährlich etwa 3200 Euro. Das könne sich die Stadt zurzeit nicht leisten. Um liegen gelassene Asche und Kohle auf der Rasenfläche zu vermeiden, seien inzwischen fünf Grillasche-Behälter auf der Schillerwiese, im Cheltenhampark und am Kiessee aufgestellt worden.

Für die SPD bedauerte Andreas  Klatt die Absage, räumte aber ein, dass die Gründe nachvollziehbar seien – vor allem bezogen auf die Kosten. Einstimmig schloss sich der Ausschuss der Verwaltungsmeinung an.

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