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Freie Fahrt in Bussen in der Göttinger City?

Piraten-Idee Freie Fahrt in Bussen in der Göttinger City?

Das wurmt die etablierten Parteien aber mächtig: Da hat die kleinste Fraktion im Göttinger Rat eine anarchistisch-piratenhafte, aber bestechend simple Idee, und schon stehen sie Kopf bei ihrer Suche nach dem Haar in der Suppe. Es ist ein Antrag mit Knalleffekt: Freie Fahrt für alle in den Stadtbussen innerhalb des Walls, forderte die Piraten-Partei per Antrag in der Ratssitzung.

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Stadtbusse am Alten Rathaus: Die Piraten fordern einen kostenlosen Shuttle-Dienst in der City.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Wer zum Beispiel mit vollen Einkaufstaschen noch schnell vom Carrée zum Markt will, steigt in den nächsten Bus ein und am Alten Rathaus wieder aus – ohne ein Ticket zu lösen.

Vor allem für ältere Menschen wäre dieses Angebot eine große Erleichterung, erklärte Pirat Martin Rieth. Und manch anderer würde durch dieses bürgerfreundliche Angebot vielleicht seine Scheu vor dem Busfahren verlieren und bezahlender Dauerkunde werden. In anderen Städten gebe es solche Shuttle-Busse schon lange.

Kosten würde es die Stadt und ihre Busgesellschaft (GöVB) auch nichts, so Rieth weiter. Schließlich würde niemand für so ein kurzes Stück Busfahrt ein Ticket lösen. Also gebe es keine Einnahmen, die die GöVB verlieren könnte.

Ausgaben für Fahrer und Technik

Dagegen protestierte sofort Horst Roth (Grüne). Es sei falsch, anzunehmen, dass etwas nichts koste, wenn es kostenlos ist. Auch dann habe die GöVB Ausgaben für Fahrer und Technik. Außerdem komme die Piraten-Idee zu spät. Schließlich habe der Rat gerade erst seinen Nahverkehrsplan beschlossen – unter anderem mit dem geförderten Semesterticket für Studenten.

Noch ein Projekt anzuschließen, sei schwer. Zumal das neue Liniennetz bevorstehe, ergänzte Hans Otto Arnold für die CDU. Zuversichtlicher klang zunächst die SPD: „Wir begrüßen jede Idee, die den ÖPNV stützt“, sagte Frank-Peter Hermann. Aber ob ein Angebot für faule Fußgänger da richtig sei, sei fraglich. Zumal jeder Kunde mit seinem Einzelfahrschein schon jetzt binnen einer Stunde umsteigen könne, so oft er wolle.

Außerdem, so Hermann, wolle die SPD ja in Kürze ein Kurzstrecken-Ticken beantragen. Das könne dann ebenso geprüft und in den flexiblen Nahverkehrsplan eingearbeitet werden wie Freifahrten im Stadtkern, stützte Patrick Hume (Linke) die Piraten. Das soll jetzt im Bauausschuss weiter diskutiert werden.

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