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Kinderaktionstage mit Gesprächen über Gott

Ferienprogramm auch für Flüchtlinge Kinderaktionstage mit Gesprächen über Gott

Zum sechsten Mal hat die Freie Evangelische Gemeinde (Feg) Kinderaktionstage während den Herbstferien organisiert. Unter dem Motto „Du bist klasse“ sangen, tanzten, spielten und aßen rund 50 Kinder am Sonnabend auch gemeinsam mit der neuen Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, Petra Broistedt.

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Außer dem gemeinsamen Essen, Basteln, Puzzlen und Singen, wurden unter anderem Interessengemeinschaften, Aktivitäten in der Funsporthalle des SC Hainberg und Gespräche über Gott angeboten.

Quelle: CH

Göttingen. Von Mittwoch bis Sonnabend vergangener Woche waren die Türen der Gemeinde für die Kinder aus der Gemeinde, der Nachbarschaft oder aus einem  nahen Flüchtlingsheim geöffnet. „Es geht um Wertschätzung“, sagte Cornelia Baum angesprochen auf das Leitthema der Aktionstage.

Die selbstständige Kinderreferentin führte die sechs- bis zwölf-jährigen Kinder durch das Programm, für das auch viele Ehrenamtliche „Zeit und Kraft investieren, um einfach Spaß mit den Kindern zu haben“, meinte Baum. Außer dem gemeinsamen Essen, Basteln, Puzzlen und Singen, wurden unter anderem Interessengemeinschaften, sportlichen Aktivitäten und Gespräche über Gott angeboten. Zudem gab es jeden Tag eine Geschichte.

Inmitten der Kinder kam diese am Sonnabend von Petra Broistedt: „Ich erzähle euch mal eine Geschichte aus meiner Familie“, begann die neue Sozialdezernentin. Es sei bei ihr zu Hause immer „laut und gut“ gewesen, doch dann „auf einmal ruhig“. Ihre beiden Kinder waren ausgezogen und die Stille ungewohnt. So hätten Broistedt und ihr Mann beschlossen: „Nehmen wir doch jemanden auf.“

Nahram, eine junge syrische Mutter, lebte in der Folge für ein Dreivierteljahr mit ihrem Kind bei ihnen. „Sie öffnet einem die Herzen, trotzdem war es manchmal schwierig“, erzählte Broistedt. An die kulturellen Unterschiede musste sich die geflüchtete Mutter erst gewöhnen, dabei sei sie oft auch auf die Hilfe Einheimischer angewiesen gewesen. „Nehmt es mit, wertschätzend und offen den Menschen gegenüber zu treten“, gab die Sozialdezernentin den Kindern mit auf den Weg, von denen zehn selbst Flüchtlinge sind. „Wertschätzung“, sagte sie, „das finde ich furchtbar wichtig im Umgang miteinander“. 

Das „aktive Miteinander“ sei auch das Besondere an dieser Gemeinde, erklärte Mitglied Carsten Enk. Der Koordinator der Kinderaktionstage, Jürgen Zimmermann, freute sich unterdessen vor allem über die Entwicklung des Projektes: „Die Kinder kommen gerne und die Mütter sind begeistert.“

Von Yannik Höppner

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