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70.000 Euro laufende Kosten im Jahr

Freies WLAN in Stadtbussen in Warteschleife 70.000 Euro laufende Kosten im Jahr

Freie Internetzugänge in den Bussen der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) lassen weiter auf sich warten. Vor mehr als einem Jahr hat der Rat der Stadt einstimmig einen entsprechenden Prüfantrag auf den Weg gebracht. Stadtverwaltung und GöVB sind aufgefordert Möglichkeiten für kostenlose WLAN-Zugänge aufzuzeigen.

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In Bremen soll es bereits im September freies WLAN in Bussen geben.

Quelle: dpa

Göttingen. Inzwischen haben die GöVB eine Einführung von kostenlosem WLAN geprüft und Kosten ermittelt, sagt GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke. Aus Sicht der GöVB ist die Umsetzung von kostenlosem WLAN-Zugang in den Bussen sinnvoller als eine an den Haltestellen.

In dem von der SPD eingebrachten Prüfantrag sollten die zu erwartenden Kosten für die dafür nötige technische Ausrüstung der Busse und Haltestellen sowie für den laufenden Betrieb des kostenlosen WLAN-Angebotes ermittelt werden. Gallinat-Mecke gibt die Kosten für den laufenden Betrieb mit jährlich bei rund 70000 Euro liegen. So würden etwa Kosten für Sim-Karten und Datenvolumen entstehen. Die Investitionskosten lägen bei 170.000 Euro. Derzeit umfasst die GöVB-Flotte mehr als 90 Busse. " Es muss jetzt geklärt werden, wer die Kosten übernimmt", sagt Gallinat-Mecke.

Noch gebe es aber keine Abstimmung mit der Stadtverwaltung als Aufgabenträger, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. "Ich gehe davon aus, dass wir im Herbst mit einer Vorlage in den Bauausschuss kommen."  Dann müsse die Politik entscheiden. "Wenn wir als Aufgabenträger die erforderliche Technik ,wünschen' und die GöVB damit beauftragen und das Projekt finanzieren, wird die GöVB das auch umsetzen", sagt Johannson.

Mehr Attraktivität durch freies WLAN

"Die Nutzung von Smartphone und Tablet ist für viele Menschen unabhängig vom Alter heutzutage selbstverständlich geworden“, argumentierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Peter Arndt in dem Antrag. Freies WLAN im Bus und an den Haltestellen steigere die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs und trüge zu dessen gutem Image bei. So würde der öffentliche Personennahverkehr gegenüber dem Auto „einen deutlichen Vorsprung“ erlangen. Als Bespiel nannte Arndt die Stadt Unna, die bereits seit 2011 ein entsprechendes Angebot bietet.

Auch sollte geprüft werden, ob eine Zusammenarbeit mit der Freifunkinitiative möglich sei. Nach Angaben von Gallinat-Mecke habe es noch kein Gespräch zwischen der GöVB und den Freifunker gegeben.

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