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Freiwillige Feuerwehr Eberhausen feiert ihr 125-jähriges Bestehen

Mitglieder mit weißen Bohnen gewählt Freiwillige Feuerwehr Eberhausen feiert ihr 125-jähriges Bestehen

Die Freiwillige Feuerwehr in Eberhausen wird 125 Jahre alt. Das wird ab Freitag drei Tage lang mit einem Fest gefeiert – mit Zeltdisco, Festkommers, Tanz und Frühschoppen.

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Auch früher wurde schon gefeiert: Die Feuerwehr in Eberhausen wurde 1890 gegründet.

Quelle: EF

Eberhausen. 1890 wurde die Wehr gegründet, nachdem es zwei Großbrände im Ort gegeben hatte, heißt es in der Chronik, die Ortsbrandmeister Björn Koschel zusammengestellt hat.

Damals musste die Helfer tatenlos zusehen, wie Hab und Gut den Flammen zum Opfer fiel. Daraufhin wurde am 29. Juli 1890 in der Gastwirtschaft der Witwe Meyer die örtliche Freiwillige Feuerwehr gegründet. Der damalige Gutspächter stiftete der Ortsfeuerwehr eine kleine Handdruckspritze.

Damals waren laut Koschel strenge Disziplin und militärischer Gehorsam angesagt. Die Beschaffung eines eigenen Feuerwehrrocks sei satzungsgemäß von jedem Feuerwehrmann erwartet worden. Über die Aufnahme eines neuen Feuerwehrmannes sei in der Mitgliederversammlung mit schwarzen und weißen Bohnen abgestimmt worden, so Koschel. Landeten genug weiße Bohnen in der Feuerwehrmütze, war der Bewerber aufgenommen.

Zur zentralen Unterbringung der damals vorhandenen Löschgeräte wurde 1908 das alte Schulbackhaus in ein Spritzenhaus umgebaut und 1911 mit einem Schlauchturm erweitert. Eine wesentliche Verbesserung der Löschwasservorräte wurde mit dem Bau der Ortswasserleitung 1909 geschaffen. Die 16 Ledereimer, mit denen bis dahin das Löschwasser von Hand zu Hand in einer Menschenkette bis zur Brandstelle weitergereicht wurde, waren nun überflüssig.

1925 wurde mit einem Zeltfest das 35-jährige Bestehen gefeiert, da das 25-jährige Bestehen 1915 auf Grund des Ersten Weltkriegs nicht gefeiert werden konnte. 1956 wurde  eine größere Handdruckspritze erworben. Mit der Übergabe der neuen Motorspritze 1961 wurde der erste Schritt zur Motorisierung der Wehr eingeleitet. Um die neue Motorspritze auch wirkungsvoll einsetzen zu können, fehlte der entsprechende Wasservorrat. Es wurde daher 1962 in den Garten von Robert Freter eine Zisterne gebaut.

Der Grundstein für ein neues Gerätehaus wurde 1976 gelegt. Mit der Fertigstellung des Gerätehauses, erfolgte die Übergabe des neuen Tragkraftspritzen-Fahrzeuges durch die Gemeinde Adelebsen. Die Ortswehr war fortan mit dem TSF und dem selbst gekauften VW-Mannschaftswagen ausgerüstet. Der Fahrzeugbestand wurde in den folgenden Jahren immer wieder erneuert.

An der Spitze der Wehr gab es jeweils eine große Kontinuität – in 125 Jahren standen nur elf Ortsbrandmeister an der Spitze: Ludwig Schmidt, Eduard Sonne, Wilhelm Storm, Wilhelm Meyer, Robert Schmidt, Hermann Meyer, Reinhold Schmidt, Volker Keilholz, Horst Thomas, Andreas Krumsiek und seit 2007 Björn Koschel.

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