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Freunde der Burg Plesse wollen weitere Räume erschließen

„Ein großer Wurf“ Freunde der Burg Plesse wollen weitere Räume erschließen

Im Jubiläumsjahr soll auf der Burg Plesse bei Eddigehausen viel passieren: Die Festveranstaltungen zum 1000. Geburtstag stehen für September an. Es gibt ein Theaterstück, eine Plesse-Wanderkarte und auch der derzeit sanierte große Turm soll rechtzeitig zum Fest wieder freigegeben werden.

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Quelle: Hinzmann

Eddigehausen. Eine 3-D-Rekonstruktion der Burg mit digitalem Archiv ist im Entstehen – und die Plesse soll zum universitären und außerschulischen Lernort werden, „ein großer Wurf“, kommentiert Thorsten Heinze, Vorsitzender der Freunde der Burg Plesse, die Ereignisse im Jubiläumsjahr. 

„Z-Lab“ – analog zum Göttinger  Y-Lab und X-Lab – soll die Plesse werden. Für die Ausbildung von Schülern und Studenten möchte Thomas Moritz, Vorstandsmitglied der Plessefreunde und seit Jahrzehnten im Verbund mit vielen anderen Wissenschaftlern Erforscher der Ruine, Räumlichkeiten schaffen. So gibt es etwa im Bereich des Torhauses einen bislang verschlossen Raum, der vor Jahren für die archäologischen Forschungen von angeschüttetem Erdreich freigelegt wurde. Wie das Projekt finanziert wird, steht noch nicht fest, „wir versuchen, über den Südniedersachsenplan Mittel zu bekommen“, erklärt Heinze. Dass die Plesse den Titel Lernort verdient, steht für Moritz außer Frage: „Viele Teams von Wissenschaftlern forschen hier, sie ist die Burg der Universität.“

Nach Möglichkeit noch in diesem Jahr sollen weitere Räume in der Burg geöffnet werden. Mit vorhandenen Fördergeldern plant der Verein, im Untergeschoss des großen Turms einen Lagerraum für Veranstaltungen, Ausstellungen und Forschungspräsentationen herzurichten. Und auch der bislang stets verschlossene kleine Turm, laut Moritz „einer der ältesten und seltenen Gefängnistürme“, könnte sich für Besucher öffnen. Geplant ist, dort durch eine Bodenplatte ganz spezielle archäologische Funde zu präsentieren: Kleinsäugerskelette, die jahrhundertealten Hinterlassenschaften von Eulen. Sämtliche Maßnahmen, betont Moritz, müssten mit Sensibilität geplant werden, „wir wollen so wenig wie möglich umgestalten, um die Authentizität der Burg zu wahren“.

Für die Festwoche vom 15. bis 20. September mit Theateraufführungen, Autorenlesungen und Schülerprojekten wird auf dem Burghof ein Zelt aufgebaut, „das ist vor allem wichtig für das Burgkonzert mit den Slow Horses am 18. September“, sagt Heinze. Denn für diese und viele andere Veranstaltungen erhoffen sich die Freunde der Burg Plesse mehrere tausend Besucher.

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