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Verwaltung verbietet "Freundeskreis"-Demo

Göttingen Verwaltung verbietet "Freundeskreis"-Demo

Die Göttinger Stadtverwaltung hat einen für Sonnabend, 1. April, geplanten Demonstrationszug des rechtsextremen „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ untersagt.  Stattdessen soll laut Verfügung zwischen 15 und 20 Uhr nur eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz erlaubt sein, teilt die Verwaltung mit.

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Eine der früheren Demonstration gegen den "Freundeskreis"

Quelle: Archiv

Göttingen. Als Grund für das Verbot nennt sie "die drohende Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, die nur durch ein Verbot des Aufzugs abgewendet werden" könne. Bislang sind nach Auskunft von Verwaltungssprecher Detlef Johannson fünf Veranstaltungen mit zusammen mehr als 1500 Teilnehmern gegen den "Freundeskreis"-Aufmarsch bei der Verwaltung angezeigt.

Zu den Veranstaltern der Gegenveranstaltungen gehören das Bündnis gegen Rechts, der DGB,  die Kreistagsgruppe von Linke und Piraten sowie die Partei die "Die Partei". Weiterhin plant die Antifaschistische Linke International eine Demo unter dem Titel „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg“. Unterdessen lässt der "Freundeskreis", wie er auf Facebook angekündigt hat, durch Anwälte rechtliche Schritte gegen das Demoverbot prüfen.

Der „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ veranstaltet in der Region seit anderthalb Jahren „Mahnwachen“ und sogenannte „Freiheitliche Bürgertreffs“. Zu den Veranstaltungen kommen vor allem Mitglieder der NPD und rechtsextremer Kameradschaften. Im November gingen „Freundeskreis“-Mitglieder nach Augenzeugenberichten mit Knüppeln und Eisenketten auf Gegner los und verletzten zwei von ihnen schwer. Der Verfassungsschutz beobachtet die Gruppierung seit dem vergangenen Sommer.

Ende Februar durchsuchte die Polizei sechs Wohnungen von Mitgliedern des „Freundeskreises“ im Raum Göttingen und im westthüringischen Eichsfeldkreis. Dabei stellten die Beamten Schlag- und Stichwerkzeuge, Handys und Laptops sicher. mib/epd

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