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"Freundeskreis" plant "Mahnwache" in Göttingen

Ankündigung auf Facebook "Freundeskreis" plant "Mahnwache" in Göttingen

Der extrem rechte, sogenannte „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ hat am Donnerstagmorgen auf Facebook eine „Mahnwache“ in Göttingen angekündigt. Beginn soll am Sonnabend, 21. Mai, um 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz sein.

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Der "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" bei einer seiner Kundgebungen in Duderstadt.

Quelle: Schneemann

Göttingen. Die Veranstaltung steht demnach unter dem Titel „Deutschland eine Zukunft – linker Gewalt entgegentreten“. Die Göttinger Stadtverwaltung bestätigt die Anmeldung einer zweistündigen Mahnwache durch den „Freundeskreis“. Erwartet würden 50 bis 75 Teilnehmer, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Anmelder der Mahnwache ist, wie Johannson bestätigt, Jens Wilke, der auch schon bei früheren „Freundeskreis“-Veranstaltungen als Redner und Verantwortlicher auftrat.

Inzwischen planen linke Initiativen Aktionen gegen die Mahnwache. „Wir werden sicherlich aktiv werden“, sagt Agnieszka Zimowska für das Göttinger Bündnis gegen Rechts.

"Widerstand der Göttinger"

Auch die Antifaschistische Linke (Ali) Göttingen ruft zu einer Gegenkundgebung auf und wertet die Mahnwache als „ersten Versuch zur Durchführung einer öffentlichen Neonaziveranstaltung in Göttingen seit der Wahlkampftour von Pro Deutschland im August 2013 und den verhinderten Neonaziaufmärschen 2005 und 2006“.

NPD-Politiker freut sich auf Mahnwache

An Veranstaltungen des „Freundeskreises“ nahmen in der Vergangenheit neben Mitgliedern der Alternative für Deutschland (AfD) auch NPD-Politiker aus Thüringen und der Kameradschaft Northeim teil. Unterdessen kommentierte der Northeimer Gianluca Bruno auf Facebook: „Ich freue mich sehr auf die Mahnwache damit auch die Göttinger Antifa endlich mal merkt das wir keine Angst vor der Stadt haben und sie dort nicht allein sind.“ Bruno wird nach eigenen Angaben in Northeim für die NPD zur Kommunalwahl antreten.

"Reibungsloser Ablauf"

Die Göttinger Polizei ist nach Auskunft von Sprecher Joachim Lüther „in Vorbereitungen“ und in der „Findungsphase“. Aufgabe sei es, „Freundeskreis“ und Gegendemonstranten zu trennen und einen „reibungslosen Ablauf“ zu gewährleisten.

Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst betonte, dass es das Bestreben der Bahn sei, dass Fahrgäste durch die Demonstrationen nicht behindert werden. Anordnungen der Behörden und Polizei werde man aber umsetzen. Behinderungen seien daher nicht auszuschließen.

Freundeskreis-Mahnwache auch in Dransfeld

Für Sonnabend, 11. Juni, hat der Freundeskreis auch für Dransfeld eine weitere "Mahnwache" angemeldet. Der Facebook-Seite des "Freundeskreises" habe dieser dazu die "Zusage unserer bulgarischen Freunde" erhalten. Zuletzt hatte der „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ am 22. April in Dransfeld demonstriert und war dabei auf ein Zehnfaches an Gegendemonstranten getroffen. 34 Aktivisten bot der extrem rechte Zusammenschluss auf. „Euch wollen wir hier nicht“, schleuderte ihnen Samtgemeindebürgermeister Matthias Eilers (SPD) vor rund 350 Gegendemonstranten entgegen.

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Bahnhof Göttingen, 9 Uhr: Noch herrscht Ruhe auf dem Vorplatz und an der Berliner Straße. Drei Stunden vor Beginn einer geplanten Kundgebung gegen eine  „Mahnwache“ des extrem rechten sogenannten „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ am selben Ort bereitet sich die Polizei auf ihre Einsätze vor.

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