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Frieden und Geborgenheit

Wätzolds Woche Frieden und Geborgenheit

Bei der Ansicht des Fotos zum Artikel über das tägliche Fastenbrechen in der Ditib-Gemeinde stutzte ich, weil alle Speisen auf Plastiktellern angerichtet wurden. Warum machen die Göttinger Ditib-Muslime das bloß so? Wollen sie vielleicht am Ende des Ramadans auf ihrer Moschee einen Turm aus Einweg-Tellern bauen, von dem aus man Mekka sehen kann?

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Quelle: CH

Oder sind sie vom Fasten einfach zu geschwächt, um abends noch einen Porzellanteller zu tragen? Man weiß es nicht und tappt im Dunkeln. In dem Artikel selbst wird dann erklärt, dass der Ramadan den Gläubigen Frieden und Geborgenheit biete. Und in Göttingen eben auch einen Haufen Plastikmüll.

Ebenfalls um Frieden und Geborgenheit bemüht sich neuerdings auch Felicitas Oldenburg, die letzte FDPlerin im Stadtrat. Als in dessen letzter Sitzung die Landesregierung aufgefordert wurde, künftig Sozialpädagogen an allen Schulformen einzustellen, auch an Gymnasien, wurde sie nämlich zum Ratsmitglied der Herzen, als sie sagte: „Jeder Mensch ist wertvoll, auch Gymnasiasten.“ Dabei ist das natürlich erstmal völliger Quatsch. Ich könnte sofort eine komplette Wochenendbeilage dieser Zeitung mit Namen füllen, für die das überhaupt nicht zutrifft. Das fängt beim türkischen Präsidenten an und geht bis in meine eigene Verwandtschaft.

Und was ist denn nur plötzlich mit Frau Oldenburg los? Bekanntlich besteht der Fürsorgegedanke der FDP ja im Wesentlichen darin, jedem die Chance zu geben, selbst zu sehen, wo er bleibt. Und jetzt kommt die uns mit Kuscheln auf Batik-Decke, wo sonst immer von Leistung und frühzeitiger Selektion die Rede war, weil man ja die pädagogischen, psychologischen und neurologischen Erkenntnisse der letzten 120 Jahre weitgehend ignoriert.

Aber warum sagt Felicitas O. dann bloß solche Sachen? Das klingt doch nicht nach FDP, sondern eher nach bibeltreuen Christen. Erneut tappen wir im Dunkeln und können auch nur mutmaßen, womit uns die liberale Lady als nächstes flasht. Vielleicht versucht sie ja während des Turnfestes, auf dem Kiessee übers Wasser zu gehen.

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