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Friedensgebet mit Bischof Norbert Trelle in Göttingen

Humorvolle Predigt im Festgottesdienst Friedensgebet mit Bischof Norbert Trelle in Göttingen

Gemeinsam mit Vertretern anderer Glaubensgemeinschaften hat der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle auf dem Göttinger Marktplatz für den Frieden gebetet. Das öffentliche Friedensgebet der Religionen bildete am Sonntag den Abschluss eines ganztägigen Besuchs Trelles im katholischen Dekanat Göttingen.

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Eindringliche Worte für Frieden und Versöhnung: Bischof Norbert Trelle auf dem Göttinger Marktplatz

Quelle: Heller

Göttingen. Es sei Aufgabe aller Religionen, deutlich zu machen, dass alle Menschen dieser Erde Schwestern und Brüder seien, sagte Trelle vor rund 300 Gläubigen auf dem Marktplatz.

Göttingen bezeichnete Trelle als ein „besonderes Juwel“ im Bistum. Dechant Wigbert Schwarze hob hervor, dass die interreligiöse Toleranz die Stadt auszeichne. Fürbitten während des knapp einstündigen Gebets sprachen neben den Vertretern der jüdischen Gemeinde (Jacqueline Jürgenliemk) und der Lutheraner (Dagmar Henze) auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), Theologie-Professor Florian Wilk und Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Völker.

Anlass für Trelles Besuch war das Jubiläum des Bistums, das vor 1200 Jahren gegründet wurde. Den Auftakt des Besuchs hatte am Morgen ein Festgottesdienst in der vollbesetzten Göttinger Godehardkirche gemacht. In seiner Predigt berichtete Trelle sehr humorvoll von der Gründung des Bistums und den Aufgaben des Bischofs.

Unterstützung holte er sich dabei von zwei Kindern, die er zu sich nach vorne bat. Der Bischof hatte nach Göttingen das Gründungsreliquiar des Bistums mitgebracht.

Station in Friedland

Eine weitere Station des Besuchs war Friedland, wo der Bischof an der Kirche St. Norbert mit Flüchtlingen zusammentraf. Es habe dort sehr bewegende  Begegnungen gegeben, sagte Dechant Schwarze. Im Anschluss empfingen in Göttingen katholische Kindertagesstätten und Schulen den Bischof an der Bonifatiusschule II, wo Lieder gesungen wurden.

Das Bistum Hildesheim wurde 815 von Kaiser Ludwig dem Frommen gegründet und gehört damit zu den ältesten Bistümern in Deutschland. Es umfasst das Gebiet Niedersachsens östlich der Weser und Teile von Bremen. Heute leben rund 600000 Katholiken in dem Gebiet.

Im Neuen Rathaus in Göttingen wird am Dienstag, 12. Mai, in Anwesenheit von Bistumsarchivar Thomas Scharf-Wrede eine Ausstellung zur Geschichte des Bistums eröffnet. Am Sonntag, 31. Mai, ist im Rahmen der Jubiläumstour der Besuch des Bischofs im Dekanat Nörten-Osterode geplant.    

Dieser Artikel wurde um 20:50 aktualisiert.

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