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Friedländer Jugendbüro trainiert mit Grundschulkindern Konfliktbewältigung

„Manche streiten schon weniger“ Friedländer Jugendbüro trainiert mit Grundschulkindern Konfliktbewältigung

Das Spiel mit dem  Ball und den Regenrohren gefällt den Kindern besonders gut. „Das macht Spaß“, sagt Lena Sabine Lindenthal (9). „Aber es ist ganz schön knifflig und funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten“, räumt sie ein.

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Ohne Teamarbeit ist es schwer, die Rohre so zu halten und immer wieder nach vorne zu versetzen, dass der Ball darin endlos rollt.

Quelle: Hinzmann

Friedland. Damit trifft die Schülerin der Klasse 4a der Grundschule Friedland einen der wichtigsten Punkte des Projektes: Teambildung.

Seit zehn Jahren gehen die Referenten des Friedländer Kinder- und Jugendbüros in die beiden Grundschulen in Friedland und Groß Schneen, um mit den älteren Schülern „Teambildung und Konfliktbewältigung“ zu üben. Solche Einheiten gebe es zwar an viele Schulen, sagt Jugendreferent Rüdiger Grunewald, in der Regel aber mit Einzelbesuchen außenstehender Trainer.

Die enge und langfristige Verbindung zwischen Jugendpflege und den Friedländer Schulen sei in der Region einmalig. Und sie habe neben dem Training für ein konfliktfreies Miteinander einen „fast unschätzbaren“ Nebeneffekt: Schon in der Grundschule lernten die Kinder das Jugend-büro-Team kennen.

Viele würden dann auch ohne Berührungsangst in die Ferienprogramme, Jugendräume und weiteren Angebote der Gemeinde kommen. Nicht ohne Grund seien die Ferienaktionen immer gut gebucht.

„Da fließen auch Tränen“

In den Startjahren seien die Referenten nur in die vierten Klassen gegangen. Seit 2011 begleiten sie schon die Drittklässler im Projekt „Eine Klasse – Ein Team“ an vier Terminen bis zum Ende des vierten Schuljahres, ergänzt Jugendreferentin Verena Rißler. Durch die Kontinuität würden die Kinder Vertrauen fassen und in Gesprächsrunden Konflikte ohne scheu ansprechen.

Dann werde offen über Kinder geredet, die andere ärgern, über zerbrochene Freundschaften oder Streit im Klassenverband. „Da fließen auch Tränen“, sagt Grunewald. Aber „fast immer“ gelinge es, gemeinsam Strategien und Verhaltensweisen zu erarbeiten, um das Problem zu lösen – „auch für den Schulalltag“.

„Das klappt wirklich und ist wunderbar“, kommentiert die Leiterin der Grundschule Friedland, Elke Klambeck, das „Luxus-Projekt“. Die Klassengemeinschaft und der respektvollere Umgang miteinander wachse deutlich. „Manche streiten schon viel weniger“, hat Philipp Hahn (10) aus der 4a gemerkt. „Und man findet in der Klasse neue Freunde“, schwärmt Sarah Rudolph (10).

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