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Friedländer Wasser wird leicht gechlort

Ergiebigster Brunnen fördert nicht mehr Friedländer Wasser wird leicht gechlort

Nach dem Totalausfall der Förderpumpe des größten der drei Trinkwasserbrunnen für die Friedländer Zentralorte ist in der Nacht zu Sonntag eine Notversorgung aufgebaut worden. Das Technische Hilfswerk (THW) fährt rund um die Uhr enthärtetes Trinkwasser aus dem Brunnen bei Mengershausen in den Hochbehälter nach Groß Schneen, um die Versorgungslücke zu schließen.

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24 Kubikmeter enthärtetes Wasser aus Rosdorf bringt das THW täglich in den Hochbehälter.

Quelle: Renschka

Groß Schneen/Friedland. Bis zu 25 Kubikmeter stündlich werden zusätzlich benötigt. Dieses Wasser für die Ortschaften Friedland, Groß Schneen, Reckershausen und Elkershausen muss nun leicht gechlort werden. Das teilt der Wasserverband Leine Süd mit. Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen hat die Information der Öffentlichkeit über die Chlorung angeordnet. Durch die große Entnahme von Frischwasser im Bereich der Wasserversorgung Rosdorf könnte es in diesem Versorgungsgebiet zu leichten Druckschwankungen kommen, sagt der Vorsitzende des Wasserverbandes, Friedlands Bürgermneister Andreas Friedrichs (SPD). Die Gemeinde Rosdorf sei darüber informiert worden.

Der Schaden ist in der Hauptförderpumpe in etwa 40 Metern Tiefe entstanden. Am Montagmorgen soll diese Pumpe nach oben befördert und falls möglich repariert werden. Sollte das nicht möglich sein, müssten die vier Ortschaften noch einige Tage mit leicht gechlortem Wasser versorgt werden.

Das Netz für die Zentralorte speist sich aus der Quelle Reckershausen (sieben Kubikmeter pro Stunde), dem alten Friedländer Brunnen (20) und nunmehr dem vom THW transportierten Trinkwasser (24 Kubikmeter je Stunde). Für den Leitungsdruck sorgt der Hochbehälter Groß Schneen, in dem am Sonnabendabend aber nur noch 800 Kubikmeter Rest waren. Der Gesamtverbrauch ist durch die Verdreifachung des Wasserbedarfs im Grenzdurchgangslager auf 50 Kubikmeter im Stundendurchschnitt gestiegen.

Die Chlorung, so Friedrichs, sei rein vorsorglich, jedoch für den Fall des Transports in Trinkwasserfahrzeugen wie denen des THW vorgeschrieben. Deren vier Spezialfahrzeuge fassen jeweils 6000 Liter Wasser. Vom Waldrand aus muss das THW über eine noch in der Nacht verlegte 500 Meter lange speziell für Trinkwasser geeignete Schlauchleitung das Nass in den Hochbehälter pumpen. 24 THW-Helfer sind seit Sonnabendabend in Schichten eingeteilt. Das eingespeiste Wasser werde in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt jeweils im THW-Labor beprobt.

aktualisiert am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr

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