Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Friedländer Wehren schließen sich freiwillig zusammen

Aus 14 werden neun Friedländer Wehren schließen sich freiwillig zusammen

Sieben der 14 Friedländer Ortswehren sind unterbesetzt oder drohen es zu werden. Das war im November 2014 die Botschaft des Feuerwehrbedarfsplans. Ein Jahr später heißt es nun: In allen 14 Ortschaften der Gemeinde bleiben Ortswehren bestehen, weil sich zehn Wehren zu fünf neuen taktischen Einheiten zusammenschließen.

Voriger Artikel
Zweite Runde Suppe für guten Zweck
Nächster Artikel
Keine Genehmigung für Wettlokal in Northeim

Ausgangspunkt der Feuerwehr-Fusionswelle: Die Landesförderung für die Sicherheit im A38-Tunnel sorgte für Zusammenschlüsse.

Quelle: Heller

Friedland. Damit haben sich die Ortsfeuerwehren freiwillig binnen eines Jahres zukunftssicher neu formiert. Bis Ende Oktober hatte Feuerwehrdezernent Uwe Turinsky dafür Zeit gegeben. Inzwischen hat er schriftlich von allen Fusionskandidaten die Vereinbarungen: Friedland und Elkershausen schließen sich zusammen (gemeinsam 50 Feuerwehrleute), Deiderode und Mollenfelde (30 Kräfte) ebenso. Reckershausen und Niedergandern wandeln ihre inoffizielle Zusammenarbeit ebenfalls in eine taktische Einheit (25 Mann) um. Ebenso Ludolfshausen und Lichtenhagen (35). Schließlich werden Niedernjesa und Stockhausen (44) zur taktischen Einheit. Hier allerdings könnte es noch eine Veränderung geben. Denn Niedernjesa (40) ist groß genug, allein zu bleiben. Dann könnten die wenigen verbliebenen Stockhäuser Feuerwehrleute (4) mit Ballenhausen (23) zusammengehen.

 
Zusammen mit Groß Schneen (35), Reiffenhausen (38), Klein Schneen (30) und Ballenhausen (23) addieren sich die fünf neuen taktischen Einheiten auf nur noch neun statt bisher 14 Feuerwehren in der Gemeinde. Dem wird in einer neuen Satzung, die bis zum 1. April 2016 Rechtskraft erlangen soll, Rechnung getragen. Der Vorteil, so Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD): In jeder der Einheiten wird die Mindeststärke von 20 Aktiven erreicht, gleichzeitig behalten alle Dörfer ihre Feuerwehrhäuser und auch ihre Einsatzfahrzeuge. Überdies haben sich einige neue Feuerwehrvereine gegründet, die in den Dörfern die Kameradschaft pflegen. Die Aktiven hingegen gehen in den Gemeinschaftswehren auf.
Laut Haushaltsplanentwurf 2016 sollen Lichtenhagen und Klein Schneen für zusammen 180 000 Euro neue, wasserführende Löschfahrzeuge bekommen. Darüber muss der Rat noch beraten. In der Zukunft freilich werden auch die zusammengeschlossenen Wehren bei der Fahrzeugzuteilung als Einheit gesehen. Dann reicht je Wehr ein Löschfahrzeug. Der kleinere Partner würde mit einem Mannschaftswagen, eventuell mit einem Tragkraftspritzen-Anhänger, zufrieden sein müssen. So werde gewährleistet, dass auch die kleinen, personell nicht so starken Partner sofort einsatzklar sind, wenn es in ihrem Dorf brennt.

 
Die Welle von Zusammenschlüssen ist Folge einer Überprüfung durch die Polizeidirektion Göttingen, die aus Anlass der Förderung des großen Löschfahrzeugs für die Tunnelsicherheit stattfand. Darin war kritisch vermerkt worden, dass mehrere Wehren ihre Sollstärke nicht erreichen. Die Gemeinde strebte darauf eine Gesamtlösung an, gab einen Feuerwehrbedarfsplan in Auftrag und stellt jetzt das Ergebnis vor.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016