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Friedland plant Windräder

Oberhalb des Wendebachstausees Friedland plant Windräder

Wollte es die Gemeinde Friedland dem Land recht machen, müsste sie Flächen mit einer Größe von 130 Hektar für die Windenergienutzung ausweisen. Tatsächlich lassen sich aber nur 66 Hektar ohne Auflagen nutzen. Sie sollen nun im geänderten Flächennutzungsplan dafür ausgewiesen werden.

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Wollte es die Gemeinde Friedland dem Land recht machen, müsste sie Flächen mit einer Größe von 130 Hektar für die Windenergienutzung ausweisen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Friedland. „Es gäbe gut geeignete Flächen für Windparks im Gemeindegebiet“, meint Johann Schustek, der stellvertretende Verwaltungsleiter. Oberhalb des Heidkopftunnels etwa liege eine solche Fläche. Dort lebe allerdings der Uhu. Gut eigne sich ein Hügel zwischen Reckershausen und Reiffenhausen. Er liege jedoch in der Flugverbotszone der Bundeswehr. Die bereits bestehenden Windräder auf der Anhöhe bei Deiderode dürften wegen der zahlreich dort lebenden Rotmilane nicht durch leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden.

Es verblieben, so Schustek, zwei Flächen, wo der Wind weit weniger kräftig blase. Drei Windräder ließen sich auf der Anhöhe oberhalb des Wendebachstausees errichten. Es sei allerdings unbefriedigend, dass der See für fünf Millionen Euro als Naherholungsgebiet hergerichtet werde, wenn sich künftig in 200 Meter Entfernung Windräder drehten. Fünf Anlagen ließen sich in der Senke an der Bundesstraße 27 zwischen Stockhausen, Ballenhausen und Groß Schneen in Betrieb nehmen.

Aufgrund der unbefriedigenden Situation wollen die CDU und Teile der SPD auf die Änderung des Flächennutzungsplans verzichten. Die Mehrheit der Sozialdemokraten und die Grünen stimmten dagegen für die Einleitung des Verfahrens, um Rechtssicherheit zu schaffen. Der Rat wird im Juni den Aufstellungsbeschluss fassen. Es folgt die Anhörung der Träger öffentlicher Belange sowie der Bürger. Beschlossen wird der geänderte Flächennutzungsplan dann voraussichtlich 2017 nach den Kommunalwahlen.

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