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Friedland überrascht von Schwarzer Null im Haushalt

Einmal-Faktoren Friedland überrascht von Schwarzer Null im Haushalt

„Einer der schönsten Tage in der Gemeinde Friedland“, sagt Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD). Der Finanzausschuss wundert sich, aber vernimmt es gern: Das Jahr 2014 wird aller Voraussicht nach mit einer Schwarzen Null abschließen. Dabei waren 819000 Euro Defizit im Haushalt eingeplant. Jetzt präsentierte Kämmerin Elke Löding eine vorläufige Jahresabschlussrechnung, die eine Reihe positiver Überraschungen birgt, die auch erfolgreiches Sparen dokumentiert und die unter dem Strich zu einem ausgeglichenen Jahresergebnis führen wird.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Friedland. Ursprünglich war im Frühjahr 2014 nach heftigem politischen Streit ein Defizithaushalt beschlossen worden. Dieser stand erstmals unter dem Eindruck der massiv zurückgegangenen Mittelzuweisungen, nachdem die Volkszählung für Friedland eine um 38 Prozent geringere Einwohnerzahl als bisher veranschlagt zugrundegelegt hatte. 1,4 Millionen Euro weniger musste die Gemeinde für 2014 verkraften, sogar 1,7 Millionen weniger sind es für 2015.

Weil der Haushalt vorsichtig kalkuliert war, die Sparnotwendigkeit besonders im Personalbereich zu teils massiven Reduzierugnen führte, Investitionen zudem verschoben wurden und einige Einmalfaktoren die Bilanz verbesserten, kam es jetzt zur Überraschung. Dabei hatte es so ausgesehen, als wenn alles viel schlimmer kommt als geplant: Die Gewerbesteuer brach 2014 nämlich ein - 90000 Euro weniger als veranschlagt. Auch die Friedhöfe machten ein Defizit (20000 Euro), ebenso die Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises (30000) sowie geringere Finanzhilfen des Landes für die Kitas (25000). Weil zudem die Kreisumlage höher ausfiel, kostete das weitere 30000 Euro. und die Bauleitplanung verschlang noch einmal 20000 Euro mehr als geplant.

Doch das alles wurde aufgefangen durch 50000 Euro mehr Einkommensteuer und 90000 Euro mehr Schlüsselzuweisung. Außerdem spendierte das Land Niedersachsen einen Personalkostenzuschuss für das letzte Kindergartenjahr in Höhe von 100000 Euro. Hinzu kamen massive Sparmaßnahmen: 150000 Euro wurde durch Verzicht auf Neubesetzung von Stellen gespart, 125000 durch Umschuldung und Verschieben von Investitionen bei den Zinsen. Die Ausgaben für die Bauunterhaltung wurden für ein Jahr quasi ausgesetzt, was 140000 Euro brachte. Auch bei Bewirtschaftungskosten konnten 65000 Euro gespart werden. Der Zuschuss zum Kindertagesstättenverband fiel um 50000 Euro geringer aus. Und weil die Verwaltung vorübergehend auf alle Neuanschaffungen (15000) und Geschäftsausgaben (20000) verzichtete, wurde in der Summe gar das geplante Defizit aufgefangen. Jetzt aber, so Friedrichs, sei man mit dem Sparen beim Personal am Ende. Mitte des Jahres werde man nicht umhin können, den Rat um das Ja für mindestens eine Neuanstellung zu bitten. ck

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