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Friedrichs möchte Mutbürger statt Wutbürger

Bürgermeister fordert mehr Engagement Friedrichs möchte Mutbürger statt Wutbürger

Gelebte Demokratie ohne Polizeieinsätze, ohne Pfefferspray und ohne Promischlichter – und dennoch eine „gute transparente Entscheidung für unsere Gemeinde“: So beschrieb Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs beim Neujahrsempfang die Auseinandersetzung um die geplante Ansiedlung eines Asphaltwerkes.

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Gut besucht: Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) spricht beim Neujahrsempfang der Gemeinde vor zahlreichen Gästen.

Quelle: Pförtner

Nach intensiver Beratung lehnte der Gemeinderat die Ansiedlung ab. Friedrichs dankte allen, die den Entschluss herbeigeführt hatten, in den Räten ebenso wie bei der Bürgerinitiative.

Damit hatte Friedrichs ein Grundthema in seiner launig gehaltenen Rede angeschlagen: Er rief die Einwohner zum Engagement auf. Statt zum Wutbürger zu mutieren und nur mit dem Finger auf Politiker zu zeigen, seien die Einwohner als Mutbürger gefordert, die sich einbringen, so Friedrichs. Er forderte zugleich auch Respekt gegenüber langjährigen Ratsmitgliedern ein. Eine der Friedländer Stärken sei, miteinander und nicht übereinander zu reden.

In seiner Bilanz für das vergangene Jahr hob Friedrichs besonders hervor, dass das Feld der Familienfreundlichkeit in der Gemeinde gut bestellt sei. Zu einem kinderfreundlichen Deutschland gehöre allerdings auch, dass Arbeitsverhältnisse geschaffen werden müssten, die auch noch Platz für eine Familie ließen.

Für die Zukunft sei wichtig, dass das Integrationslager Friedland mit den Aufgaben der Integration erhalten bleibe und dass durch neue museale Aufgaben die Erinnerung an das Tor zur Freiheit wach bleibe. Dass in diesem Jahr die Glocken der katholischen Kirche St. Norbert saniert würden und die Stimme Friedlands wieder klarer erschalle, sei ein guter Anfang. Einer Führung des Schwerlastverkehrs durch die Friedländer Ortschaften infolge der maroden B-80-Brücke erteilte Friedrichs dagegen eine klare Absage.

Während des gut besuchten Neujahrsempfangs in der Carl-Friedrich-Gauß-Schule übergab er den Bürgerpreis 2011. Er geht nach einem Ratsbeschluss an die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde. Friedrichs würdigte deren vielfältige und schwierige Arbeit.

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