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Fronleichnam: Gedränge auf den Straßen und Rastplätzen im Kreis Göttingen

Haarsträubende Manöver Fronleichnam: Gedränge auf den Straßen und Rastplätzen im Kreis Göttingen

Müssen die Niedersachsen an Fronleichnam arbeiten, haben Menschen in Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie anderen Bundesländern frei und die Möglichkeit, ihre Nachbarn zu besuchen. Zum Teil volle Städte, ausgelastete Geschäfte und viel befahrene Straßen waren die Folge in der Region.

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Kein Durchkommen mehr auf der Autobahnraststätte bei Mengershausen.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden/Mengershausen. Richtig voll war es bereits am Donnerstagmorgen auf der Autobahnraststätte bei Mengershausen: Alle Lkw-Fahrer, die weiter durch Hessen fahren wollten, mussten wegen des Feiertags im Nachbar-Bundesland vor der Landesgrenze einen Zwangsstopp einlegen. Schon früh am Tag war die Raststätte an der Fahrbahn Richtung Süden überbelegt. Danach wichen viele Fahrer auf die gegenüberliegende Seite aus. Zeitweise kam es wegen der vielen 40-Tonner zu Verkehrsstillstand und zu teilweise haarsträubenden Rangiermanövern. Der Verkehrsfunk warnte Lkw-Fahrer davor, Raststätten zwischen Göttingen-West und der Landesgrenze anzufahren. Diese seien überfüllt.

 

Feiertags-Shopping lockt Besucher nach Hann. Münden

 
Das von den Mündener Gewerbetreibenden initiierte und durch die städtische Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft (WWS) koordinierte Feiertags-Shopping lockte derweil viele Besucher nach Hann. Münden – mehr als im vergangenen Jahr, wie Florian Wieske von der WWS schätzte. Neben Spezialitäten der Dreiflüssestadt gab es am Abend Live-Musik beim Dielengrabenfest und den ganzen Tag Waren zu Stapelpreisen: 1247 erhielt Münden für mehrere 100 Jahre das Privileg des Stapelrechts. Durchreisende Kaufleute wurden verpflichtet, ihre Waren den Bürgern der Dreiflüssestadt anzubieten. Angelehnt an diese Tradition, boten  Geschäfte in der Mündener Innenstadt unter gelben Schirmen Produkte zu reduzierten Preisen  an – darunter Handarbeiten, Kosmetik, Kleidung, Essen und sogar Brüder-Grimm-Bier. Ullrich Schäfers machte am Mittag auf sich aufmerksam. Der Drehorgelspieler nutzt einen Leierkasten mit 48 Tönen – mehr als eine normale Drehorgel besitze, erklärte der Musiker. Er sei in den 90er-Jahren oft bei der Veranstaltung in Münden gewesen. Damals „war aber viel mehr los“, meinte er. Eine Gruppe Einheimischer war sich sicher: „Am Nachmittag wird es in der Innenstadt richtig voll.“ Parkplätze waren allerdings schon am Mittag knapp. Lastwagen, die von der Autobahn 7 abgefahren waren, lösten dann nach Angaben der Polizei im Verlaufe des Nachmittags ein Verkehrschaos rund um Münden aus.

 
In Göttingen blieben die Folgen vergleichsweise moderat. Etwas mehr Verkehr als sonst, die Parkhäuser an ihrer Belastungsgrenze, aber kaum darüber. Selbst am Einkaufszentrum Kaufpark in Grone, in früheren Jahren zu Fronleichnam zeitweise überrannt, waren tagsüber noch Parkplätze zu bekommen.

Von Friedrich Schmidt und Matthias Heinzel

Fotos: Hinzmann

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