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Frührentnerin wegen Brandstiftung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

"Feuer wäre verheerend gewesen" Frührentnerin wegen Brandstiftung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt

Wegen versuchter schwerer Brandstiftung ist eine inzwischen 26 Jahre alte Frau aus Northeim zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Gegen eine Zahlung von 1000 Euro wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Die Frau hat nach Überzeugung des Gerichts in einem Pflegeheim ein Feuer entfacht.

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Wegen versuchter schwerer Brandstiftung ist eine inzwischen 26 Jahre alte Frau aus Northeim zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Northeim. Der Brand wäre "verheerend" geworden, so der Vorsitzende Richter August-Wilhelm Marahrens, hätte nicht der Rauchmelder angeschlagen und wären die Flammen von einem Mitarbeiter nicht augenblicklich gelöscht worden.

Gebrannt hatte am Morgen des 6. Februar 2015 ein Plastikeimer mit Kleinholz, Papier und Kaminanzündern im Abstellraum des Alten- und Pflegeheims.

Die Kammer habe "nicht den geringsten Zweifel" daran, das die Frührentnern, die damals noch in dem Heim arbeitete, den Brand gelegt habe. Die an einer Borderlinestörung leidende Frau, so hatte der Heimleiter in einer Besprechnung mit dem gesamten Personal nur eine Stunde nach dem Brand festgestellt, soll nach den Aussagen der Kollegen als letzte in dem Raum gewesen sein.

Letzte Zweifel, so die Urteilsbegründung, habe eine Zeugin beseitigt, die sich seinerzeit noch intensiv um die psychisch angeschlagene junge Frau gekümmert hatte und deren Aussage im Gericht die Feststellung des Heimleiters glaubhaft bestätigt habe. Zu dieser Zeugin, so ordnete das Gericht in seinem Bewährungsbeschluss an, darf die Verurteilte künftig keinerlei Kontakt aufnehmen.

Das Gericht verhängte einen Bannbereich von 50 Metern. Es hatte Hinweise gegeben, dass die Angeklagte auch andere Zeugen zuvor kontaktiert und eventuell eingeschüchtert habe. Nur so ließe sich erklären, warum einige Zeugen sich nicht mehr erinnern konnten.

Das Gericht hatte einen weiteren angeklagten Brandfall zuvor eingestellt. Für das Feuer im August 2013 vor der Tür einer Nachbarin der Angeklagten hatte es keinen schlüssigen Beweis für deren Tätergeschaft gegeben.

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