Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Führung durch die Wasserwerk Springmühle in Göttingen-Grone

Idyllischer Quellteich mit Wassermühle Führung durch die Wasserwerk Springmühle in Göttingen-Grone

Einen selten Einblick in den Sperrbezirk der Groner Quelle bekamen etwa 75 Besucher bei drei Sonderführungen über das Gelände der Göttinger Wassergewinnungsanlage Springmühle. Als Gäste mit dabei: Senioren, die noch das alte Gasthaus Springmühle kannten und das Quell-Gelände erstmals nach etwa 40 Jahren wieder besichtigen konnten.

Voriger Artikel
Gemeinde Nörten eröffnet neue Krippengruppe in Angerstein
Nächster Artikel
Stupa der Uni Göttingen kommt nicht zur Ruhe
Quelle: Schubert

Göttingen. Während der Führung am Mittwoch präsentierten die Göttinger Stadtwerke auch ihr neues Wasserrad zur Stromerzeugung. „Da stand das alte Gasthaus, ein schönes Haus“, schwärmt Helmut Strauß und zeigt auf eine freie Fläche. „Daneben gab es einen Stall. Und das Stromhäuschen da drüben war das Pinkolatorium“, erinnert sich der 68-Jährige. Als Kind war er zu Besuch mit seinen Eltern bei der Gastwirtsfamilie. Auch der 76-jährige Peter Reichert kennt die alte Springmühle noch: „Das war ein feines Tanzlokal, da war viel los.“ Heute staunen die Senioren, wie sich alles verändert hat. Das Gasthaus gibt es nicht mehr.

Wo getanzt und gepicknickt wurde, herrscht Naturidylle mit grün-blauem Quellwasser, üppigen Büschen und laut zwitschernden Vögeln. Das Areal ist eingezäunt. Die Wasserschutzzone I dürfen nur wenige betreten, hier wird direkt aus dem Boden Trinkwasser gewonnen. Das Wasserwerk ist eine von drei Göttinger Anlagen, erklärt Wasserwerker Fredi Kunkel. Dazu gehören auch 22 bis zu 130 Meter tiefe Brunnen. Ihre Pumpen befördern das Wasser in Behälter, aus denen es im freien Fall mit gleich bleibendem Druck in die Haushalte fliest. Vorher wird es mit Wasser aus dem Harz gemischt. Erst dadurch wird es so weich, dass Küchenmaschinen in Göttingen kaum verkalken, so Kunkel.

Auch am Gronespring gibt es neben dem Pumpenhaus eine Mischstation. Und seit dieser Woche eine neue Wassermühle. Wo einst ein Korn gemahlen wurde, nutzen die Stadtwerke den alten Wasserfall und treiben ein neues eisernes Wasserrad an. Im Dauerbetrieb  erzeugt es jährlich etwa 50 000 Kilowatt Strom. 105 000 Euro haben die Stadtwerke dafür investiert, „aber großen Gewinn kann sie nicht machen“, erklärt Planungsingenieur Karsten Holzhauser. Wichter aber sei es den Stadtwerken, zu zeigen, dass man regional Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen kann. Die Besucher sind begeistert, staunen über die simple Technik und bedauern, dass das die Springmühle eigentlich Sperrbezirk ist.

©Schubert

Zur Bildergalerie
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel