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Fascher will Sanktionspraxis beenden

Fünf Forderungen von Linke-Landratskandidat Eckhard Fascher Fascher will Sanktionspraxis beenden

Eckhard Fascher will Göttinger Landrat werden. Er ist Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag und Vorstandsmitglied des Linken Kommunalpolitischen Forums Niedersachsen. Dabei stehen für den Politiker vor allem fünf Themen im Mittelpunkt.

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Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag und Vorstandsmitglied des Linken Kommunalpolitischen Forums Niedersachsen.

Quelle: CH

Göttingen. Die Überwindung des dreigliedrigen Schulsystems: ist für Fascher eine zentrale Forderung. Dabei will er sich vor allem für Integrierte Gesamtschulen (IGS) im Westkreis einsetzen. „In der Stadt Göttingen und dem Umland hat jedes Kind die Möglichkeit, eine Gesamtschule zu besuchen, erklärt er. Haupt- und Realschulen gebe es in Göttingen nicht mehr. Im westlichen Kreis hingegen existiere keine Gesamtschule, sondern nur das dreigliedrige Schulsystem. Dabei würden Eltern Haupt- und Realschulen immer weniger Chancen einräumen, den Kindern eine gute Lebens- und Berufsperspektive zu vermitteln. „Hier möchte ich eine IGS in Hann. Münden und Dransfeld durchsetzen“, erklärt Fascher.

Die Beendigung der Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger steht ganz oben auf Faschers Agenda. Als Landrat will er eine möglichst humane und gerechte Behandlung der Hartz-IV-Empfänger im Landkreis Göttingen. Außerdem will Fascher die Sanktionspraxis beenden: „Eine Kürzung beim Existenzminimum gefährdet die körperliche Unversehrtheit der Betroffenen und verletzt deren Menschenwürde.“ Die Kreisverwaltung habe nach Abschaffung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wenig Positives anzubieten und setze ausschließlich auf die Erhöhung des Drucks.

Mobilität für alle - das will der Landratskandidat durch einen starken Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erreichen. „Ziel ist ein ÖPNV, der Mobilität auch ohne Auto ermöglicht, auch für behinderte Menschen“, fordert der Kandidat. Notwendig sei ein dichtes Netz ohne weiße Flecken sowie eine Taktverdichtung.

Als kommunale Aufgabe müsse der ÖPNV nicht nur in Göttingen, sondern auch im Landkreis in öffentlicher Hand liegen. Der Verkehrsverbund Südniedersachsen sei einer der teuersten in Deutschland und die Preise müssten deutlich gesenkt werden. Außerdem solle er fahrscheinlos werden.

Einen starken öffentlichen Sektor und Kommunen: Dafür setzt Fascher sich. Die Daseinsvorsorge wie der Gesundheitsbereich sollte öffentlich und nicht privat betrieben werden. Auch der ÖPNV jenseits der Stadtgrenzen Göttingens oder die Abfallentsorgung sollten durch kommunale Unternehmen durchgeführt werden. „Privatwirtschaftliche Strukturen für kommunale Unternehmen sind kontraproduktiv“, erklärt er.

Bürger ernst nehmen: Darunter versteht der Landratskandidat Fragen, dass Anregungen und Meinungsäußerungen von Bürgerinitiativen und Bürgern berücksichtigt werden. Die würden oft als Störfaktor gesehen und dadurch Chancen vertan, weil Kompetenzen und Erfahrungen zu schnell beiseite geschoben werden. Wichtige Entscheidungen wie die Kreisfusion seien trotz gegenteiligen Versprechens ohne Bürgerbeteiligung abgelaufen. „Dies muss sich ändern“, findet Fascher.

Alle Beiträge zur Kommunalwahl: www.gturl.de/kwgoe16

Von Katrin Westphal

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