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Für Dransfelder Bürgermeister Thomas Galla endet Amtszeit nach acht Jahren

Bördeler setzt auf Zukunftsvertrag Für Dransfelder Bürgermeister Thomas Galla endet Amtszeit nach acht Jahren

„Die Samtgemeinde hat jetzt eine Perspektive“, ist Thomas Galla überzeugt. Der Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor von Dransfeld kann seinem Nachfolger Mathias Eilers (SPD) eine dank Zukunftsvertrag deutlich abgebaute Schuldenlast hinterlassen. Nach acht Jahren endet die Amtszeit des Verwaltungschefs am 31. Oktober.

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Thomas Galla will mit 50 „noch einmal etwas anderes machen“.

Quelle: Hinzmann

Dransfeld. Starke Worte sind nicht die Sache des 50-jährigen Bördelers. Als Samtgemeindebürgermeister ist er auch eher der Moderator unter den Bürgermeistern, die auf ihre Selbstständigkeit pochen. Nach anfangs heftigem Widerspruch und vier Jahren  Verhandlungen unter-einander und mit dem Land ist der Zukunftsvertrag jetzt unter Dach und Fach, wenn auch noch nicht unterschrieben.

Die Selbstständigkeit aller Mitgliedsgemeinden bleibt entgegen vieler Befürchtungen erhalten, und auch das defizitäre Freibad in Dransfeld bleibt geöffnet. Um 5,6 Millionen Euro wird der Schuldenberg abgebaut, rund 3,5 Millionen Euro bleiben noch.

Auf Dauer hat Galla allerdings Zweifel, dass sich die Konstruktion Samtgemeinde halten kann. „Das erfordert ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement.“ Er kann sich aber die Erhaltung der Räte nach dem Modell in Schleswig-Holstein vorstellen, die entscheiden, aber sich darauf beschränken, Aufträge an eine zentrale, schlagkräftige Verwaltung zu erteilen.

Dransfeld hat eine Chance, glaubt Galla, auch wenn Lage und Struktur von der Kommune nicht zu beeinflussen sind. Er verweist auf das „tolle“ Angebot zur Kinderbetreuung. „Wir sind flexibel und erweitern, wenn Bedarf da ist.“ Auch Schließungen von Kindergärten und Grundschulen stehen nicht zur Debatte wie anderswo. Am Beschluss, die Dransfelder Oberschule zu einer dreizügigen Gesamtschule auszubauen, wird festgehalten.

Wechsel in das Dransfelder Rathaus

Galla war 2006 als parteiloser Kandidat von CDU und FWG – später trat er der CDU bei – gegen SPD-Bewerber Uwe Bartmann zum Samtgemeindebürgermeister gewählt worden. Mit Mehrheit von SPD und Grünen wurde das Amt des Verwaltungschefs der Stadt dem ehrenamtlichen Bürgermeister Rolf Tobien (SPD) zugeschlagen. Das Amt des Stadtdirektors übernahm Galla erst nach der Kommunalwahl 2011.

Zuvor war der gebürtige Stadthagener und Diplom-Verwaltungswirt in der Göttinger Kreisverwaltung tätig. Anfang 2005 wechselte Galla als Fachbereichsleiter ins Dransfelder Rathaus. Für eine zweite Amtsperiode wollte er sich dieses Jahr nicht noch einmal zur Wahl stellen.

„Mit 50 kann man noch einmal etwas anders machen“, sagt Galla. Er will wieder Verwaltungsleute aus- und fortbilden, wie er es bereits als Nebentätigkeit beim Landkreis tat. Der beidfüßige Fußballer – „mit links härter“ – will mit seiner Familie in Bördel wohnen bleiben: „Da gefällt es mir.“ Er hofft auf mehr Zeit für Familie und seine alte Leidenschaft, die Musik. Früher sang er im Chornetto-Chor, im Amt blieb nur Zeit für Auftritte beim Samtgemeindenachmittag.

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