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Für Kinder ist Polizist Otte Freund und Helfer

Kontaktbereichsbeamter Für Kinder ist Polizist Otte Freund und Helfer

„Otte, das ist einfach, das kann ich mir gut merken“, sagt eine ältere Frau im Gewerbegebiet Lutteranger und geht zufrieden weiter. Marko Otte ist der neue „Kob“ in Weende. Der Kontaktbereichsbeamte (Kob) für den Göttinger Norden ist unterwegs mit einer Gruppe Kinder, die demnächst in die Schule kommen.

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Links, rechts, links schauen und Arm ausstrecken: Marko Otte hilft, dass Weender Kinder sicher zur Schule kommen.

Quelle: Hinzmann

Weende. Nach einer kleinen Lehrstunde über Verkehrsschilder im Klosterpark zeigt Otte den Fünf- und Sechsjährigen, wo die Gefahren auf dem Schulweg lauern. „Achtung bei Einmündungen“, mahnt der Freund und Helfer, „insbesondere bei Autos am Straßenrand. Die Autofahrer können euch dahinter gar nicht sehen.“ Auch wenn es mit rechts und links noch nicht immer richtig klappt, die Lektion, wie man eine Straße sicher überquert, haben alle beim Gang um den Block gelernt. Arm ausstrecken und dann schauen, links, rechts, links. Für die Kinder hat Otte nicht nur Käpt’n-Blaubär-Broschüren dabei, allen stellt er auch einen „Fußgängerführerschein“ aus.

Ein sicherer Schulweg, Verkehrserziehung in Kindergärten, Fahrradtraining und Prävention an Schulen sind Schwerpunkte von Ottes Arbeit. Der dreifache Familienvater macht das gerne. „Man wird morgens freundlich begrüßt, Hallo, Herr Otte, das macht Spaß“, erzählt der Polizeibeamte. „Das ist manchmal Balsam für die Seele.“

"Im Auto ist man sonst für sie nur ein böser Autofahrer“

Zu seinen Aufgaben als Ansprechpartner für Bürger gehört auch, präsent zu sein, sei es im Berufsverkehr, bei Demonstrationen wie bei den Freibadprotesten oder im Ortsrat und an runden Tischen. Er ist nicht nur im Auto und zu Fuß unterwegs, sondern häufig auch mit dem Dienstrad. „Ein vernünftiges Rad, das war meine Bedingung“, sagt Otte, der auch privat als Trial-Radsportler aktiv auf zwei Rädern ist. Mit dem Rad sei sein großer Bereich mit Groner Industriegebiet bis zu den nördlichen Dörfern besser abzudecken. „Auch mit den Radfahrern ist es einfacher, im Auto ist man sonst für sie auch nur ein böser Autofahrer.“

Bei den Kindern kommt aber natürlich sein Polizeiwagen gut an. Jeder möchte einmal auf den Fahrersitz und das Blaulicht anschalten „Oh, eine Polizeikelle, cool.“ Zu Fuß oder auf dem Rad werde man leichter angesprochen, so Otte, jeder erzähle, was er auf dem Herzen habe. „Der Polizist, dein Freund und Helfer, das ist, was mir gefällt.“

Der gebürtige Göttinger ist eigentlich gelernter Bürokaufmann, aber das war ihm „zu langweilig“. 1994 fing Otte bei der Polizei an, war bei der Bereitschaftspolizei, im Einsatz- und Streifendienst und auf der Polizeiakademie Münden. Seit August ist er Kob. In den vergangenen Monaten war Otte bereits mit seinem Vorgänger Bernhard Pellny unterwegs, der seit 2000 Kob in Weende war und jetzt in den Ruhestand gegangen ist. Otte ist mit 41 Jahren der jüngste von sieben Kobs in der Stadt.

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