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Fußball mit Flüchtlingen

Gemeinsames Training Fußball mit Flüchtlingen

Ein gemeinsames Training von Flüchtlingen und Fans ist am Freitag der Auftakt für eine neue Mannschaft des SC Göttingen 05 gewesen. Bald soll das Team am Liga-Betrieb teilnehmen.

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Bald soll das Team am Liga-Betrieb teilnehmen.

Quelle: Wenzel

Göttingen . Es ging „gesitteter als in manchen A-Jugend-Trainings zu“, fasst der erschöpfte Lennart Sörensen den Abend zusammen. In der Weender Soccer Arena haben Fans des SC Göttingen 05 am Freitag zum ersten Mal mit Flüchtlingen trainiert. Unter dem Arbeitstitel „dritte Herrenmannschaft“ baut das Fanprojekt „Göttingen 05 Supporters Crew“ derzeit gemeinsam mit dem Verein eine Mannschaft auf.

Die ganze Mannschaft hatte Spaß.

Quelle: Wenzel

„Es soll keine reine Flüchtlingsmannschaft werden“, erklärt Ingo Butter, Vorstand der Supporters Crew. Mittelfristig sollen Einheimische mit Flüchtlingen eine Mannschaft bilden, denn er wolle keine „Mannschaft für Außenseiter“. Zum ersten Training sind 60 Flüchtlinge gekommen - „fast genug für vier Mannschaften“ lacht Butter. Irgendwann müsse man aber die Zahl der Spieler reduzieren.

„Wenn es geht“ will Biniam Maekele, ein Mann aus Eritrea, weiter in der Mannschaft spielen. Er ist begeistert vom Vereinswesen beim SC Göttingen 05. In seiner Heimat gebe es das nicht, dort spielen eher Nachbarn miteinander Fußball. Für Butter ist der Vereinssport hingegen „Teil der kulturellen Identität“ in Deutschland, was er auch den Flüchtlingen näherbringen will.

Deshalb gehe es ihm auch nicht darum, aus der neuen Mannschaft Talente für den Verein „abzusaugen“. Allerdings seien einige der Flüchtlinge „richtig stark“, findet Sörensen. Und der sportliche Leiter des SC Göttingen 05, Jan Steiger, hofft, dass die neue Mannschaft am Ligabetrieb in der kommenden Saison teilnimmt.

Von Christoph Höland

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