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Windkraft mit „Verhetzungspotenzial“

GT-Townhall mit Bernhard Reuter und Ludwig Theuvsen Windkraft mit „Verhetzungspotenzial“

Flüchtlingskrise, „brauner Spuk“ und Kreisfusion gehörten zu der Themen in der „Townhall“ des Tageblattes. Hauptakteure der Diskussionsrunde am Dienstag waren die Landratskandidaten Bernhard Reuter (SPD) und Ludwig Theuvsen (CDU), die sich den Fragen von Chefredaktion, Lesern und Publikum stellten.

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Die Spitzenkandidaten von SPD und CDU mit der Tageblatt-Chefredakion bei der GT-Townhall

Quelle: Pförtner

Göttingen. Eine Frage zum Bürgerschutz und nach den rechtlichen Grundlagen für die Errichtung von Windrädern, die „in immer größerer Höhe immer näher an Wohngebiete herangebaut werden“ hatte Leser Rolf Sammeck an die Redaktion geschickt. CDU-Kandidat Theuvsen erklärte, bei früheren Planungen seien „nicht bei allen Windkraftanlagen die Menschen frühzeitig mitgenommen worden“. Akzeptanz könne durch mehr Beteiligung und Transparenz gefördert werden. Dem widersprach SPD-Kandidat Reuter, amtierender Landrat, vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen. Die „harte Realität“ sei, dass das Thema Windkraft „ein hohes Verhetzungspotenzial“ in sich berge. „Da hilft Gruppendynamik nicht mehr, sondern nur eine gute Flächennutzungsplanung der Gemeinden“. Solche Entscheidungen müssen von der Politik getroffen werden, betonte Reuter. „Ob wir Anlagen genehmigen oder nicht: Wir werden in jedem Fall verklagt.“

Jana Baumgarten und Arne Onken von der Dozentenvertretung der VHS Göttingen fragten die Kandidaten, was sie gegen die ihrer Meinung nach völlig unzureichende Entlohnung der Lehrkräfte und die Gestaltung der Beschäftigungsverhältnisse zu tun gedächten. Reuter war das Problem unbekannt, kündigte jedoch an, das Problem „in den Organen der VHS“ anzusprechen. Theuvsen erklärte, er wolle sich „mit der Dozenten zusammensetzen, um gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen“.

In der Publikumsrunde meldete sich Nicole Baranowski zum Thema Rosdorfer Baggersee zu Wort: Ob das Baden dort nicht legalisiert werden könne? Nein, meinte Reuter. Er habe sowohl mit dem Eigentümer als auch mit dem Pächter gesprochen, beide hätten dies aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Theuvsen hingegen sagte, auch er habe Gespräche mit den Verantwortlichen geführt, die ihm signalisiert hätten, Änderungen der zurzeit rechtlich eindeutigen Verbotssituation seien durchaus denkbar.

Werner Tönsmann fragte, was die Kandidaten gegen „das Bildungsgefälle Stadt/Land“ tun wollten. Theuvsen sprach sich gegen eine weitere Zentralisierung schulischer Angebote aus, auch wenn es schwierig sei, das Angebot in der Fläche zu erhalten. Reuter erklärte, bei den Berufsschulen seien die „Probleme bereits gelöst“, alle sieben BBS-Standorte im künftigen Kreis Göttingen blieben bestehen. 

Von Katharina Klocke und Matthias Heinzel    

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