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GWG baut alten Güterbahnhof für vier Milionen Euro um

Von der schäbigen Ecke zum Vorzeigequartier GWG baut alten Güterbahnhof für vier Milionen Euro um

Der Umbau hat begonnen: Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) saniert die lange leerstehende Bahnhalle in der Güterbahnhofstraße und das im Norden angrenzende ehemalige Sozialgebäude der Bahn.

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„Zentrum Alter Güterbahnhof im GVZ“: Probebühne, Gastronomie, Praxen und Kreativwirtschaft sollen Quartier beleben.

Quelle: Mars Architekten

Göttingen. Beide Gebäude hat die GWG 2011 von der Bahn gekauft, hier entsteht das „Zentrum Alter Güterbahnhof im GVZ“.

Ab dem Frühjahr wird das Deutsche Theater als neuer Mieter in der 1400 Quadratmeter großen Halle Probebühne (bislang Rudolf-Diesel-Straße) und Außenlager (bislang Hagenweg) unterbringen. Das Dach ist dafür bereits neu gedeckt worden. Die Vorarbeiten für eine neue Rampe, die für Anlieferungen in den Keller führt, sind abgeschlossen. Daran war der Kampfmittelräumdienst beteiligt, um mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Gefunden wurde nach Auskunft von GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe aber nichts.

Nebenan soll auf drei Etagen Platz für Praxen und Büros geschaffen werden. Die nötigen Ausschreibungen für die Sanierung stünden, so Haufe, kurz vor der Veröffentlichung.

Eine Etage, rund 300 Quadratmeter, ist für die Kreativwirtschaft vorgesehen. „Wir sind sehr gerne bereit, Kreative aufzunehmen“, sagt Haufe. Gespräche gebe es bereits. Damit greift die GWG die ursprüngliche Idee auf, in dem kompletten Gebäude ein Zentrum für Kreativwirtschaft entstehen zu lassen. Im Erdgeschoss ist Platz für Gastronomie. Mietinteressenten, sowohl für die Büros als auch für die Gastronomie gebe es eine „ganze Reihe“. Verhandlungen liefen zurzeit. Haufe rechnet damit, dass im Spätherbst 2015 die Sanierung abgeschlossen ist.

Sie sieht in dem Umbau und Sanierung der Gebäude und ihrer späteren Nutzung eine Chance, dem Quartier, das früher als „schäbige Ecke“ angesehen wurde, ein anderes, ein neues Gesicht zu geben. Der ehemalige Güterbahnhof entwickele sich zu einem „vorzeigbaren Stadtquartier“, hofft Haufe. Sie verweist auch auf die neuen Wohnungen, die am Maschmühlenweg geplant sind, und die gute Lage zu Uni und Innenstadt.

Die Entwicklung hat ihren Preis. Inzwischen rechnet Haufe mit Sanierungskosten von rund vier Millionen Euro. Vor zwei Jahren sah der Wirtschaftsplan der GWG dafür noch 3,5 Millionen Euro vor. Als Grund für den Anstieg nennt sie Steigerungen bei Bau- und Baunebenkosten. Sie betont, dass es der Finanzierungsplan für die Sanierung nicht zulasse, Raummieten, etwa für kleinere Betriebe der Kreativwirtschaft, zu subventionieren. Das gehe gegebenenfalls nur unter Einbindung der Stadt als Gesellschafterin.

GWG baut alten Güterbahnhof für vier Milionen Euro um.

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