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Gabriele Schunke will Kindern helfen, sich im Krankenhaus zurechtzufinden

Hauptrolle für Mütze Gabriele Schunke will Kindern helfen, sich im Krankenhaus zurechtzufinden

Mit einem Kursus bei der Volkshochschule fing alles an. Gabriele Schunke modellierte ihren ersten Puppenkopf, „aber der schaute noch nicht freundlich genug“, erinnert sie sich.

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„Durch Mütze konnte ich Kontakt aufbauen“: Schunke mit Puppe.

Quelle: Hinzmann

Bovenden. Kollegen gaben ihr Tipps – und so entstand Mütze, ein strahlender Puppenwicht, der die Bovenderin fortan durch ihr Leben als Geschichtenerzählerin und Inhaberin eines Puppentheaters begleitete. Mütze soll nun beim Film Karriere machen. Schunke träumt seit langem von einer Filmreihe, die kranken Kindern helfen soll, sich in einer Klinik zurechtzufinden. Dafür sucht die 75-Jährige Unterstützer.

Zum Puppenspiel kam Schunke durch ihren ursprünglichen Beruf als Kindergärtnerin. 1979 gründete sie ein Puppentheater, spielte viele Jahre in Hannover und bald auch in Göttingen. 1985 begann die Bovenderin, vor Erwachsenen Märchen zu erzählen – und verknüpfte beide Leidenschaften 1990 zum Erzähltheater. Bei einem internationalen Puppenspieler-Festival im amerikanischen Washington DC fand sie Kontakt zu einer jungen Therapeutin, die Puppenspiel-Videos zur Begleitung von Therapien drehte. Schunkes Plan war geboren: Puppen als Mittler zwischen jungen Krankenhauspatienten und Ärzten einzusetzen. Sie wollte einen Film drehen – mit dem in einer Mütze lebenden Puppenwicht in der Hauptrolle. Denn, so ihre Erfahrungen bei Besuchen mit Puppe in der onkologischen Kinderstation, „durch Mütze konnte ich Kontakt zu Kindern aufbauen, an die man sonst nicht herankam“.

Doch erst 2006 – nach Auszeichnung ihrer Idee beim Transatlantischen Ideenwettbewerb der Körber-Stiftung Hamburg – kam das Projekt ins Rollen. Die Sparkasse sponserte, die Universitätsmedizin unterstützte den Dreh des Pilotfilms, in dem Mütze Kindern nach der Aufnahme ins Krankenhaus die Räume erklärt. 2008 wurde der Streifen präsentiert. Zur Fortsetzung der geplanten Reihe aber kam es nicht. Weder fand sich ein Produzent noch eine Produktionsfirma.

Im digitalen Zeitalter will Schunke noch einmal einen Versuch starten. „Ich möchte weitere Themen drehen, die Kindern den Aufenthalt im Krankenhaus erklären: Warum sie Diät halten müssen, wie ein Verband angelegt oder Blut abgenommen wird“. Durch eine witzige Herangehensweise mit Puppe könne jungen Patienten die Angst vor ernsten Themen genommen werden. Schunke sucht Unterstützer: Menschen, die für das Projekt werben und an seiner Realisierung mitarbeiten möchten. „Ideal wäre eine PR-Agentur und Menschen, die mit den digitalen Medien umgehen können.“

Weitere Infos im Netz unter lebendiges-erzaehlen.de
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