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Besuch aus Brasilien

Gäste aus Partnergemeinde Xingu in Göttingen Besuch aus Brasilien

Fünf Gäste aus der brasilianischen Partnergemeinde Novo Xingu besuchen derzeit den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen. Während des Aufenthalts stehen unter anderem der Besuch von diakonischen Einrichtungen und Stätten der Reformation auf dem Programm.

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Gäste aus der
brasilianischen Partnergemeinde in Göttingen.

Quelle: r

Göttingen/Harste. Die Partnerschaft besteht seit 1990. Nachdem im vergangenen Jahr eine Delegation aus Göttingen zum 25-jährigen Bestehen in Brasilien war, erfolgte nun der Gegenbesuch. In der Göttinger Johannisgemeinde trafen sich die Gäste und Menschen aus der Region, die sich zum Teil schon lange in der Partnerschaft engagieren.

Pastor Peter Lahmann würdigte die Partnerschaft. Als sie begonnen habe, sei Xingu ein von der Kreisstadt abhängiges kleines Dorf gewesen. Aus Göttingen sei viel Unterstützung gekommen, bei Aktionen für Winterkleidung oder für Schulmaterialien für die Partnergemeinde etwa. Dann hätten sich Xingu und vor allem die dortige lutherische Kirchengemeinde auf den Weg gemacht, um für die Unabhängigkeit zu kämpfen. 2001 wurde Novo Xingu, wo viele Deutschstämmige leben, eine unabhängige Kommune.

Damit habe ein Aufschwung in der Siedlung begonnen, so Lahmann. Neue Häuser seien entstanden, die Bildungs- und Gesundheitssituation sei verbessert worden. Jugendliche könnten jetzt auch zur Universität gehen.

Die Partnerschaft habe biblisch und politisch Mut gemacht, meinte Valdi Holz-Tasso von der Gästedelegation. Die Ruheständlerin hatte früher als Lehrerin gewirkt. Die Kirchengemeinde in Xingu habe heute 1100 Mitglieder, die über ein weites Gebiet verstreut seien, sagte Pastorin Daniela Lamb.

Doch trotz dieser positiven Entwicklung gibt es auch Sorgen und Ängste. Der ehemalige Pastor Günter Wolff wies darauf hin, dass der Landbesitz in Brasilien noch immer extrem ungleich verteilt sei. Er fürchtet zudem soziale Einschnitte und eine Rekolonialisierung in dem Land. Mit viel Elan berichtete er von seinem Einsatz für soziale Gerechtigkeit, der sich auch aus der Befreiungstheologie speist. Die Partnerschaft sei auch immer eine Verbindung gewesen, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten, meinte Lahmann.bar

Am Sonntag, 21. August, wird um 11 Uhr in der Kirche in Harste ein Gottesdienst mit den Gästen gefeiert. Im Anschluss ist ein Treffen mit dem Brasilienkreis und der Gemeinde vorgesehen.

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