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Ganztagsschulprojekt steht auf der Kippe

Gemeinderat Rosdorf entscheidet Ganztagsschulprojekt steht auf der Kippe

Die Umwandlung der Heinrich-Grupe-Schule zu einer Ganztagsschule könnte platzen. Zwar ist die geplante Anmietung von Räumen in der Rosdorfer Raiffeisenbank aus Kostengründen mittlerweile so gut wie vom Tisch, einem Neubau für die Mensa stünde also nichts mehr im Wege.

„Nun hat aber das Land die Personalmittel für neugegründete Ganztagsschulen überraschend auf Null reduziert, sodass der Gemeinderat über das gesamte Ganztagsschul-Projekt abstimmt: Ganztagsschule mit Anbau oder gar keine Ganztagsschule, Top oder Flop sozusagen“, teilte Elternvertreterin Ruth Finckh dem Tageblatt mit. Das bestätigte Hans-Jürgen Böhm, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf, jetzt teilweise auf Anfrage. Bei der „Bezuschussung für die pädagogische Arbeit“ werde sich das Land „vermutlich zurückziehen“.

Das Projekt Ganztagsschule könnte für die Gemeinde also teurer werden, als erwartet. Daher werde der Gemeinderat in seiner Sitzung am heutigen Montag nochmals öffentlich über das Thema diskutieren. Es gehe aber in erster Linie nicht um die Frage, das Projekt Ganztagsschule umzusetzen oder komplett zu streichen, sagte Böhm weiter. Vielmehr würden die Politiker darüber entscheiden, ob man es um ein Jahr verschiebt.
„Die Sorge der Gemeinde ist verständlich und spricht für Verantwortung“, sagte Finckh. Aus Elternsicht gebe es aber durchaus gute Gründe dafür, „den Sprung ins kalte Wasser dennoch zu wagen“. Zum einen werde die Ganztagsschule dringend gebraucht. Zum anderen gebe es zurzeit „eindrucksvolle Zuschuss-Angebote, die verfallen, wenn sie nicht genutzt werden“. So hätten das Göttinger Amtsgericht und die Freudenberg-Stiftung ihre finanzielle Unterstützung angeboten. „Aber das Amtsgericht hat seinen Vorschlag ausdrücklich auf die Ganztagsschule 2011 beschränkt, und für die Freudenberg-Stiftung stellen Ganztagsschulen konzeptionell ein so wichtiges Element ihrer Arbeit dar, dass im Falle einer Ablehnung ein weiteres Engagement in Rosdorf fraglich ist“, erklärte Finckh. Überdies hätten Eltern und Lehrer seit drei Jahren „immens viel Zeit und Energie in die Ganztags-Planungen“ investiert. „All dies wird sich nach einer enttäuschenden Absage am Montag nicht ohne Weiteres für einen neuen Anlauf in zwei oder drei Jahren reaktivieren lassen“, glaubt Finckh.

Über das Thema diskutiert der Gemeinderat heute, am Montag, 1. November, um 19 Uhr im Saal des Gemeindezentrums, Lange Straße 12.

Von Andreas Fuhrmann

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