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Gasheizung wärmt Gemüse und Verkäufer

Frieren auf dem Wochenmarkt Gasheizung wärmt Gemüse und Verkäufer

Die Kälte hält sich hartnäckig. Darunter haben besonders diejenigen zu leiden, die draußen arbeiten müssen – so wie die Verkäufer auf dem Göttinger Wochenmarkt. Mit dicken Wollpullovern, Thermosohlen und Gasheizungen wappnen sie sich gegen den Frost. Doch auch so manches Produkt will gewärmt werden.

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Viel Kleidung, wenig Kunden: Die Händler auf dem Göttinger Wochenmarkt leiden unter der anhaltenden Kälte.

Quelle: Hinzmann

Besonders Obst und Gemüse könnten in der Kälte schnell Schaden nehmen, erklärt Margareta Grobstieg am Stand von Gemüseanbau Marzett aus Gladebeck. Daher habe sie zwei Gasheizungen aufgestellt und den Stand zu einer Art Zelt umgewandelt, damit die Wärme nicht so schnell entweichen könne. Eine Flasche Gas würde sie pro Tag verbrauchen.
Zusatzkosten, die in den Wintermonaten auf viele Standbetreiber zukommen. Und das in einer Zeit, in der ohnehin weniger Kunden den Wochenmarkt aufsuchen. Das bestätigt auch Arthur von Grafenstein vom Brothof Waake: „Bei dem Wetter kommen weniger.“ Je weniger aber zu tun ist, desto mehr spüre man die Kälte. Daher hat auch von Grafenstein eine kleine Gasheizung aufgestellt und alte Obstkisten platziert, um nicht direkt auf dem eiskalten Boden stehen zu müssen. Kleidung habe er „so viel wie möglich“ an: von der langen Unterhose bis zum dicken Wollpulli.

Auch Biolandwirt Ludwig Pape aus Seeburg setzt auf das Zwiebelprinzip, trägt also gleich mehrere Schichten Kleidung. Seine Ware hat er mit Decken geschützt. Eine Heizung wärmt zusätzlich von unten. Sich selbst halte er aber mit Bewegung warm, verrät er – zum Beispiel mit Schnee schippen. Mit der Kälte fertig zu werden sei ohnehin in erster Linie eine „mentale Einstellungssache“.

Grobstieg muss sich vergleichsweise weniger Gedanken über den Frost machen. Sie kann es bei angenehmen 16 Grad in ihrem Verkaufszelt neben Paprika und Bananen ganz gut aushalten. Allerdings müsse auch sie sich gegen die Kälte wappnen. Denn die Kälte krieche vor allem aus dem Boden, besonders wenn man von 6 bis 13 Uhr auf demselben Fleck stehe. „Da hilft keine Heizung.“ Also hat sie Gummimatten ausgelegt und trägt neben Thermounterwäsche auch Thermosohlen. „Dazu noch Kuschelsocken, das reicht.“

Andreas Fuhrmann

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