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Geburten-Minusrekord der vergangenen zehn Jahre

Geburtenzahlen Geburten-Minusrekord der vergangenen zehn Jahre

In Göttingen werden immer weniger Babys geboren: Das Jahr 2008 weist die geringste Geburtenzahl der vergangenen zehn Jahre auf.

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Baby-Auftakt für 2009: Lea Einecke, das erste Baby des Jahres.

Quelle: Christoph Mischke

Im gesamten Jahr 2008 kamen in Göttingen von ortsansässigen Müttern exakt 1000 Babys zur Welt – 533 Jungen und 467 Mädchen, wie das Statistische Informationssystem der Stadt Göttingen ausweist. Das ist die niedrigste Zahl seit zehn Jahren. So wurden 1999 noch 1204 Kinder geboren, in den folgenden Jahren jedoch immer weniger. Auch die Geburtenrate sinkt kontinuierlich: von 9,3 Geburten pro 1000 Einwohner auf 7,7 Geburten.

Das gleiche Bild ergibt sich bei den Babys ortsfremder Mütter. Die städtische Statistik verzeichnet hier 1172 Geburten – weniger als in den neun Jahren zuvor, in denen zwischen 1210 und 1397 Babys geboren wurden. 

Damit liegt Göttingen ganz im Bundestrend. Der fiel unerwartet aus: Noch im Februar hatte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) einen Anstieg der Geburten verkündet und dies auf ihre Familienpolitik, vor allem auf das Elterngeld zurückgeführt. Die Zahlen enthielten jedoch nur die Geburten bis zum September 2008 – aber im letzten Quartal des Jahres brachen die Geburtenzahlen ein. In der Summe für das gesamte Jahr 2008, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit, kamen etwa 675000 Kinder lebend zur Welt – 1,1 Prozent weniger als 2007, als etwa 683 000 Neugeborene das Licht der Welt erblickten.

Die Göttinger Statistik weist weitere Details aus: So waren von den 1000 im Jahr 2008 geborenen Göttinger Kindern mehr als zwei Drittel, nämlich 676, unehelich. Gut zwei Fünftel der 1000 Babys sind Kinder ausländischer Eltern. 

Mehr Jungen als Mädchen

Der Jungenüberschuss im Jahr 2008 ist zudem der zweithöchste der vergangenen zehn Jahre. Das Verhältnis  1,14 von Jungen zu Mädchen wurde nur noch im Jahr 2005 übertroffen, als der entsprechende Koeffizient 1,22 betrug. Nur 2002 und 2007 wurden mehr Mädchen als Jungen geboren. Im langjährigen Durchschnitt haben die Statistiker für Deutschland eine natürliche Geschlechterproportion von 106 männlichen Geborenen auf 100 weibliche Geborene ermittelt.

                                                                                                      Von Matthias Heinzel

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Im Jahr 2011 wurden in Deutschland so wenig Babys wie noch nie nach dem zweiten Weltkrieg geboren. Diese Tendenz im Bundesgebiet zu immer weniger Geburten lässt sich auch in Göttingen feststellen. Besonders stark ist dieser Trend in der Innenstadt, am wenigsten ausgeprägt in Grone und in den Dörfern.

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