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Geburtshilfe in der Silvesternacht

Hebamme Stephanie Lambeck arbeitet, wenn andere feiern Geburtshilfe in der Silvesternacht

Nicht jeder kann Silvester feiern. Polizisten und Feuerwehrleute müssen arbeiten – und beispielsweise auch Hebammen. Stephanie Lambeck hat im Krankenhaus Neu-Mariahilf in der Silvesternacht einem Kind auf die Welt geholfen.

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Quelle: PH

Göttingen. Die 46-jährige arbeitet seit 1999 als Hebamme, zuvor war sie Krankenschwester. In diesem Jahr war sie vom Silvesterabend bis zum Neujahrsmorgen im Einsatz – gemeinsam mit der Ärztin Meike Heckemeier. Die beiden seien schon ein eingespieltes Team, sagt Lambeck. Sie hätten schon mehrfach gemeinsam an Weihnachten Dienst gehabt – dieses Mal ist die Silvesternacht dran.

Als Lambeck um 19 Uhr ihren Dienst antritt, übernimmt sie gleich eine Geburt, die bereits im Gange ist. Lambeck hilft, gibt Tipps zum Atmen – und um 21.10 Uhr kommt in Neu-Mariahilf ein Altjahresbaby auf die Welt, ein Mädchen. Es ist laut Lambeck eine spontane Geburt, bei der alles gut verläuft, „sehr entspannt und schön“.

Einige Stunden nimmt dann noch die Nachbetreuung in Anspruch. Das Kind muss sauber gemacht und gewogen werden, die erste Vorsorgeuntersuchung ist gleich fällig. Außerdem ist für das Baby auch Kuscheln mit der Mutter angesagt – und das erste Anlegen an die Brust. Doch auch hier zeigt sich das Altjahresbaby unkompliziert – laut Lambeck verläuft alles ganz harmonisch.

Während die Mutter im Kreißsaal noch mit dem Baby kuschelt, haben Lambeck und Heckemeier zumindest kurz die Gelegenheit, um Mitternacht im Vorraum anzustoßen – mit alkoholfreiem Sekt natürlich. Um 0.30 Uhr begibt sich die Mutter mit dem Neugeborenen dann auf die Station.

Lambeck hat zwischendrin zumindest kurz Zeit, mit ihrem Mann, der ohne sie mit Freunden feiert, telefonisch einen Neujahrsgruß auszutauschen. Die 13-jährige Tochter ist eigenständig auf einer Party unterwegs.

Für Lambeck sind ungewöhnlich Arbeitszeiten Routine. Seit 1991 habe sie immer an Weihnachten oder Silvester gearbeitet, erzählt sie. Dabei habe sie auch so manches Weihnachtsbaby mit auf die Welt gebracht. Gezählt habe sie die aber nicht, erklärt sie.

Am unbeliebtesten seien die Dienste an Heiligabend. Die habe sie nur gemacht, als sie selbst noch kein Kind gehabt habe. Seitdem habe sie aber wiederholt an den beiden Weihnachtsfeiertagen gearbeitet. Ein Neujahrsbaby kann Lambeck im noch jungen Jahr nicht begrüßen. Sie betreut die Nacht über zwar zwei Frauen, bei denen die Geburt begonnen hat, aber bis zu ihrem Dienstende am Neujahrsmorgen kommt kein weiteres Kind zur Welt, sondern erst wenig später.

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