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Ehrung für Widerstandskämpferin

Gedenktafel für Margarethe von Hardenberg Ehrung für Widerstandskämpferin

Zu Ehren der Widerstandskämpferin Margarethe Gräfin von Hardenberg wird am Haus Dahlmannstraße 1 in Göttingen eine Gedenktafel enthüllt. Die Feierstunde beginnt am Montag, 10. Oktober, um 17 Uhr. Die Laudatio hält Dr. Elisabeth Raiser von der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“.

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Göttingen. Margarethe Gräfin von Hardenberg, geborene von Oven, war an den Umsturzplänen des 20. Juli 1944 zentral beteiligt, teilt die Stadtverwaltung mit. Henning von Tresckow weihte sie demnach in die „Operation Walküre“ ein. Deren schriftlich ausgearbeitete Planungen, Nachrichten und Kontakte im Verschwörerkreis seien von Margarethe von Oven mitformuliert worden.

Vor allem nachdem von Tresckow im Oktober 1943 als Regimentskommandeur an die Ostfront gewechselt war, liefen die wichtigsten kommunikativen Wege über Margarethe von Oven. An den konspirativen Gesprächen zwischen von Tresckow und Claus Graf Schenk von Stauffenberg im Umfeld des Bendlerblocks in Berlin nahm Margarethe von Oven regelmäßig teil und fixierte die besprochenen Planungen dann schriftlich, heißt es in er Mitteilung.

Margarethe Gräfin von Hardenberg wurde am 11. März 1904 als Margarethe von Oven in Berlin geboren und stammte aus einer preußischen Offiziersfamilie. Ab 1943 war sie im Büro von Henning von Tresckow im Oberkommando der Heeresgruppe Mitte im Bendlerblock tätig. Von ihm wurde Margarethe von Oven in die Vorbereitungen der Umsturzpläne des 20. Juli 1944 einbezogen. Nach dem gescheiterten Attentat wurde sie verhaftet, jedoch ohne dass ihr der Umfang ihrer konspirativen Beteiligung im engsten Kreis der Verschwörer nachgewiesen werden konnte. Nach vierzehntägiger Haft wurde sie entlassen.

Margarethe von Oven war ab 1954 in der von Hardenbergschen Vermögensverwaltung unter Carl-Hans Graf von Hardenberg tätig, der als Freund Henning von Tresckows zum engsten Widerstandskreis des 20. Juli gehörte. Ein Jahr später heiratete sie dessen Bruder, den Forstmeister Wilfried Graf von Hardenberg, und lebte mit ihm zunächst in Hardegsen. Nach dessen Pensionierung zog das Paar 1965 nach Göttingen an die Dahlmannstraße 1, wo Margarethe Gräfin von Hardenberg nach dem Tod ihres Ehemanns (1973) noch bis Anfang 1984 lebte. Sie starb am 5. Februar 1991 in Göttingen.

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