Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Gefahrgut von der Straße auf die Schiene

Anfrage von Andretta und Schminke zu Gefahrgutunfall auf der A7 Gefahrgut von der Straße auf die Schiene

Die Göttinger SPD-Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta und Ronald Schminke haben an die Landesregierung eine Anfrage zur Beantwortung im Landtag gerichtet. Thema: der schwere Gefahrgutunfall Mitte Dezember vergangenen Jahres auf der A 7 zwischen der Anschlussstelle Göttingen und der Raststätte Mengershausen.

Voriger Artikel
Ausstellung „Historische Friedhöfe“ wird am 17. April in der Torhaus-Galerie eröffnet
Nächster Artikel
Rapper Kollegah in Göttingen

Brandgefährlich ist die Chemikalie, die bei dem Gefahrgutunfall im Dezember freigesetzt wurde.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Rosdorf. Insbesondere wollen Andretta und Schminke wissen, ob und mit welchem gesetzlichen Hintergrund Gefahrgüter künftig auf der Schiene statt auf der Straße transportiert werden könnten.

Am 19. Dezember 2014 war ein Sattelzug mit 80 Fässern des Gefahrstoffs Aluminiumphosphid, einem Schädlingsbekämpfungsmittel, verunglückt. Ein Autofahrer starb. Weil das Rattengift mit Regenwasser reagierte, bildeten sich hochgiftige Nebelwolken. Die Autobahn musste tagelang gesperrt werden. Mehr als 500 Rettungskräfte waren an Bergung und Beseitigung beteiligt.

Auch die Lagerung und Abfuhr der havarierten Aluminiumphosphid-Fässer war sehr schwierig und machte umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen notwendig. Insgesamt zog sich die Bergung der Fässer über drei Wochen hin.

„Nur durch das schnelle und professionelle Eingreifen“, erklärt Andretta, „konnte eine größere Katastrophe in der Region Göttingen verhindert werden.“ Zusammen mit ihrem Partei- und Landtagskollegen Schminke will Andretta nun wissen, ob die Landesregierung „die Regelungen in den bestehenden Gesetzen und Verordnungen, unter anderem des Gefahrgutbeförderungsgesetzes und der Gefahrgutverordnung Straße/Eisenbahn/Binnenschiff, für ausreichend hält. Wenn nein, wo sieht sie Nachbesserungsbedarf?“

Außerdem fragen die Landtagsabgeordneten, welche konkreten Maßnahmen die Landesregierung ergreifen werde, um mehr Gefahrguttransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“