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Gefahrgutunfall bei Göttingen: Konzept für Abtransport der Fässer liegt vor

„Sicherheit vor Schnelligkeit“ Gefahrgutunfall bei Göttingen: Konzept für Abtransport der Fässer liegt vor

Dem Landkreis Göttingen liegt das Konzept zu Abtransport und Beseitigung der Giftfässer vom Gefahrgutunfall am 18. Dezember vor. Der Vorschlag der Spezialfirma werde derzeit intensiv geprüft, erklärte Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann am Montag.

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Brandgefährlich ist die Chemikalie, die bei dem Gefahrgutunfall im Dezember freigesetzt wurde.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Offen ist derzeit noch, ob dazu die Container geöffnet und die geplatzten Fässer aus der Beton-Erde-Sicherung herausgenommen werden müssen.

Das könnte wegen der chemischen Eigenschaften des Giftstoffes einen weiteren Großeinsatz bedeuten, sorgen sich Einsatzkräfte.

Die Prüfung des Transportkonzeptes geschehe in enger Abstimmung mit der Gemeinde Rosdorf als verantwortlicher Gefahrenabwehrbehörde, so Lottmann weiter. Dabei gehe „ganz klar Sicherheit vor Schnelligkeit“. Auch die Rosdorfer Gemeindeverwaltung sei in die Prüfung eingebunden, erklärte Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD): „Wir stimmen uns eng mit dem Landkreis ab.“

Unterdessen wächst die Sorge von Feuerwehr und Bergungskräften um einen möglichen zweiten Großeinsatz nach der äußerst schwierigen Bergung der vier geplatzten Fässer am Unfalltag. An dem regnerischen Tag war die Chemikalie durch Kontakt mit Wasser immer wieder in Brand geraten und hatte giftige Gase freigesetzt, die unkontrolliert abzogen, vorwiegend in Richtung Norden.

Sollte es beim Abtransport vom jetzigen Lagerplatz nahe der Autobahn erneut zu solchen chemischen Reaktionen kommen, seien umfangreiche Sicherungen in der Umgebung notwendig, erklärte ein Feuerwehrmann gegenüber dem Tageblatt. Nicht ausgeschlossen sei, dass auch Dörfer oder Schulen evakuiert werden müssten.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 7 bei Göttingen ist ein Autofahrer getötet worden. Mehrere weitere Unfallbeteiligte wurden schwer verletzt.

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So etwas haben die mehr als 500 Einsatzkräfte in den letzten Jahren noch nicht erlebt. Mehr als 50 Stunden haben die Folgen des Gefahrgutunfalls am frühen Freitagmorgen Feuerwehren, Polizei, Technisches Hilfswerk und Autobahnmeisterei in Atem gehalten. Und eine zweieinhalb Tage andauernde Vollsperrung der Autobahn 7 mit den damit verbundenen Behinderungen auf den Umleitungsstrecken ist auch nicht gerade alltäglich.

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