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Geheimnis um Göttinger Kunstobjekt gelüftet

Heinrich-Heine-Schule Geheimnis um Göttinger Kunstobjekt gelüftet

Das Geheimnis ist gelüftet: Das Kunstobjekt, das die Sprachlerngruppe der Heinrich-Heine-Schule dem Stadtteil Grone schenkt, ist eine Sitzgarnitur aus Ytong. Am Sonnabend haben die Hauptschüler im Rahmen des Stadtteilfests ihr Werk zusammen mit Göttingens Jugenddezernent Siegfried Lieske enthüllt.

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Quelle: Heller

Kunterbunt, weil mit Mosaiksteinchen beklebt, und rund eine Tonne schwer ist das aus drei Teilen – Sofa, Sessel, Tisch – bestehende Werk, das vor dem Nachbarschaftszentrum in der Deisterstraße 10 steht. Die Jugendlichen haben es in den Ferien unter Anleitung der beiden Sozialpädagoginnen Christine Witte und Ute Bauer in rund 30-stündiger Arbeit geschaffen, und zwar im Rahmen des von der Stadt geförderten Programms „Jugend stärken im Quartier“.

 

Lieske sagte, das Werk werde ein Farbtupfer im Stadtteil sein, der dazu einlade, sich auf ihm niederzulassen und miteinander zu kommunizieren. Witte und Bauer lobten unterdessen das große Engagement, das die Jugendlichen bei der Arbeit gezeigt hätten: „Sie waren fast immer pünktlich und sehr konzentriert bei der Sache.“ Da wundert es nicht, dass sich die jungen Leute begeistert über das Projekt äußerten. Sie könne von nun an jedes Mal, wenn sie mit Freunden vorbeikommen, auf das Kunstwerk zeigen und sagen: Seht, daran habe ich mitgearbeitet, verkündete die 15-jährige Baria, die aus Serbien stammt. Und Maria (17) und Tabarek (14), deren Wurzeln im Irak liegen, erzählten, dass sie mit Sandrin (13), die erst vor sechs Monaten aus Syrien nach Göttingen gekommen ist, während der Arbeit eine enge Freundschaft geschlossen haben.

 

Von Hauke Rudolph

 

Bürger feiern trotz starken Regens ihr Stadtteilfest

Spiel und Sport, Musik und Tanz und noch ganz viel mehr: All das hat es am Sonnabend beim Stadtteilfest in Grone gegeben. Zwar regnete es fast ununterbrochen, aber dennoch war die traditionsreiche Veranstaltung, die bereits ihre 24. Auflage feiern konnte, gut besucht. 

 

„Groner sind nicht aus Zuckerwatte: Also, auf geht's“, rief Thomas Harms, Vorstandssprecher des Nachbarschaftszentrums, auf dessen Gelände das Fest stattfand. Und auf der Stelle stürmten die Besucher ungeachtet der Nässe die zahlreichen Stände, wo die unterschiedlichsten Attraktionen und lukullischen Genüsse auf sie warteten. 

 

„Da riecht es lecker, da müssen wir hin“, rief Sena. Und schon eilten die Zehnjährige und ihre gleichaltrige Freundin Mejrem zum Stand der Lehrimkerei Grone. Um festzustellen, dass es Wachskerzen waren, denen der leckere Geruch entströmte. Nur leider sind die nicht essbar, wie die beiden Mädchen kichernd konstatierten.

 

Zu essen gab es aber an anderen Ständen umso mehr. Die Mitglieder der Deutsch-Russischen Gesellschaft boten Blinies an, an einem türkisch-aserbaidschanischen Stand lockten Böreks, während Yaser aus Palästina, Mohammed aus dem Iran sowie Israa und Heidar (beide mit irakischem Hintergrund) in Gemeinschaftsarbeit Falafel zubereiteten: Multikulti pur.

 

Während die einen aßen, machten die anderen Musik. Und zwar bei Dady Dem aus Gambia, der demonstrierte, wie man einer Trommel aus Ziegenfell Melodien entlockt. Er machte es vor, seine Schüler machten es nach – mehr oder weniger gekonnt. Und getanzt wurde auch: Filmon, Timnit, Yohana und Jordanos  aus Eritrea bewiesen, dass sie über ganz viel Rhythmusgefühl verfügen.

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