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Geismarer Bürger wollen ihre Spielplätze retten

„Spiel- und Begegnungsverein“ Geismarer Bürger wollen ihre Spielplätze retten

In der Debatte um die Schließung von Spielplätzen in den Ortsteilen nehmen Eltern das Heft nun selbst in die Hand – jedenfalls in Geismar. 

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Klare Aussage in Geismar: „Wir wollen hier weiter spielen“.

Quelle: EF

Geismar. Nachdem dort im Ortsrat die Stadtverwaltung explizit darauf hingewiesen hatte, dass einzelne Spielplätze gerettet werden könnten, wenn sich zum Beispiel ein Förderverein um die Pflege der Flächen kümmern würde, ist Bewegung in die Sache gekommen. Anwohner der Spielplätze Adolf-Sievert-Straße und Saalfelder Straße hätten sich zusammengetan, um einen entsprechenden Verein zu gründen, sagte Regine Ratke-Borchard als Vertreterin der Initiative.

„Wir sind weiterhin der Meinung, dass beide Spielplätze als Nachbarschaftsspielplätze unentbehrlich sind“, erklärte Ratke-Borchard. „Wir verstehen aber auch die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen.“ Daher habe man sich entschlossen, einen „Spiel- und Begegnungsverein Geismar“ zu gründen. Ziel sei es, Pflegemaßnahmen auf beiden Spielplätzen zu übernehmen, zum Beispiel das Schneiden von Hecken und Gehölzflächen sowie das Beseitigen von Laub und Abfall. Laut Kalkulation ergebe sich allein dadurch eine Kostenersparnis für die Stadt von knapp 2500 Euro pro Jahr. Da die Verwaltung selbst mit der Schließung eines Spielplatzes in Geismar lediglich 2300 Euro Unterhaltskosten jährlich einsparen wollte, würde dies schon genügen, glaubt Ratke-Borchard.

Je nach finanzieller Ausstattung des Vereins könnten darüber hinaus beispielsweise neue Spielgeräte angeschafft werden. Ein weiteres Anliegen des Vereins sei „die Förderung der Nachbarschaft durch generationenübergreifende Nutzung und Aktionen“. Das spiegele sich auch im Vereinsnamen wider. „Dazu planen wir auch einen Laternenumzug im November, der zahlreiche Anwohner auf die Straße holen soll“, sagte Ratke-Borchard. Die Stadt Göttingen steht der Idee anscheinend wohlwollend gegenüber. So antwortete Herbert Berg vom Fachbereich Jugend auf eine Anfrage der Eltern: „Für uns wäre es wünschenswert, wenn sich ein Verein gründen würde, mit dem wir eine Vereinbarung treffen, in der die Einzelheiten der jeweiligen Aufgaben entsprechend geregelt sind. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass durch einen Verein die Kontinuität eher gewährleistet wird.“ Berg wies allerdings auch darauf hin, dass der Verein seine Mitglieder entsprechend der Aufgaben versichern müsse. Für die Sicherheit der Spielgeräte und der Anlage bleibe aber die Stadt Göttingen verantwortlich. Als nächstes wollen sich Eltern und Vertreter der Stadt treffen und die Details klären. Damit dürften Geismars Spielplätze gerettet sein.

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