Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
CDU/FDP: Kleingärten sollen bleiben

Geismars Ortsbürgermeister will Gärten erhalten CDU/FDP: Kleingärten sollen bleiben

Die CDU/FDP-Ratsgruppe und der Bezirksverband der Göttinger Kleingärtner sind sich einig: Die Kleingärten sollen in der Stadt bleiben. Mit Unverständnis reagierten die beiden Vorstände auf Vorstöße der Grünen-Politiker Ulrich Holefleisch und Rolf Becker, Kleingartenanlagen aufzulösen oder an den Stadtrand zu verlegen, um so freiwerdende Gartenflächen für Wohnbebauung zu nutzen.

Voriger Artikel
Pedelec schneller als Autofahrer vermuten
Nächster Artikel
Zur Abwechslung mal drinnen
Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Denn auch wenn die Zahlen für benötigte Wohnungsneubauten in Göttingen „deutlich nach oben gerutscht“ seien, glaubt der planungspolitische Sprecher der CDU/FDP-Gruppe, Hans-Otto Arnold fest daran, „dass wir im Stadtgebiet mit etwas mehr Kreativität und Flexibilität, der Überarbeitung wie auch der Neufassung von Bebauungsplänen in den nächsten Jahren genügend Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung haben werden - auch ohne dass wir Kleingartenflächen angreifen“.

Auch der grüne Ortsbürgermeister aus Geismar, Thomas Harms, warnt davor, die „grünen Lungen“ in der Stadt an den Stadtrand zu verlegen. Die „verfassten Kleingärten“ müssten unbedingt erhalten bleiben. Der Vorschlag von Becker und Holefleisch werde nicht von allen Grünen getragen, sagte Harms.

Auch er sieht, dass Göttingen eine „echtes Wohnraumproblem“ hat. Er plädiert dafür, städtisches Grabeland statt Kleingärten in Bauland umzuwandeln. Dieses sei zwar nicht in großen zusammenhängenden Flächen vorhanden, das Land in Stadtbesitz könnte aber „stark komprimiert“ bebaut werden.

Gleichzeitig plädiert Harms für einen Tabubruch: „Wir müssen in die Höhe bauen, mit intelligenten Konzepten.“ Bislang, so sein Eindruck sei in Göttingen nach dem vierten Stock Schluss. Neubaugebiete im Süden Geismars lehnt Harms nicht ab. „Wenn es sich um vernünftigen, sozialen Wohnungsbau handelt.“ Er fordert aber auch neue Wohnungen für den Nordwesten, wo mit Uni, Klinikum und Instituten viele Arbeitsplätze seien.

Die SPD habe in der Vergangenheit bei der Schaffung von bezahlbaren Wohnraum „nicht von der Wand bis zur Tapete gedacht“, sagte Harms. Die SPD habe eine „Lücke in der Wahrnehmung“, was etwa für eine Supermarktkassiererin bezahlbar ist.mib

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"