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Geld vom Kreis Göttingen gibt es nur für Investition

Investitionszuschuss Geld vom Kreis Göttingen gibt es nur für Investition

Der Investitionszuschuss in Höhe von 245 800 Euro für die Stadt Münden darf nicht für eine Minimalsanierung des Dorfgemeinschaftshauses Bonaforth verwendet werden. Die Schimmelsanierung sei keine Investition. Das hat Landrat Bernhard Reuter (SPD) am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin klargestellt.

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Landrat Bernhard Reuter (links) und der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke mit Schutzanzug und Mundschutz vor Betreten des wegen Schimmelbefalls gesperrten Dorfgemeinschaftshauses Bonaforth.

Quelle: be

Bonaforth. Der Gebäudekomplex wurde in den 70er-Jahren gebaut und beherbergt die Feuerwehr, einen Kindergarten, eine Sporthalle und dient den Bonaforthern als Dorfgemeinschaftshaus. Das Karl-Heinz-Herbold-Haus musste jedoch wegen Schimmelbefalls jedoch 2014 geschlossen werden. Seither ist die Feuerwehr obdachlos, der Kindergarten musste umziehen und Vereine wie Gruppen müssen ihre Treffen woanders abhalten. Ein „unhaltbarer Zustand“, wie Ortsbürgermeister Roland Sittig (SPD) betonte. Er drängte auf eine schnelle Lösung.

Die sollte mit einer Minimalsanierung des Gebäudes, nämlich der Abdichtung des Daches und der Schimmelsanierung, erfolgen. Laut Ratsbeschluss sollten die Mittel des Landkreises aus dem Investitionshilfeprogramm dafür verwendet werden. Allerdings ist genau das laut Reuter nicht möglich. Wenn das Gebäude lediglich repariert wird, ohne dass eine echte Verbesserung eintrete, wie etwa im Falle einer energetischen Sanierung oder Herstellung der Barrierefreiheit, dann handle es sich nicht um eine Investition.

Wenn das Geld des Landkreises nicht dem politischen Willen zufolge für das Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth eingesetzt werden dürfe, so Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ), sei die „Finanzierung der notwendigen Maßnahmen ungeklärt“ und man müsse darüber nachdenken, wie man zu einer investiven Maßnahme komme. Der Stadtentwicklungsausschuss soll in seiner nächsten Sitzung darüber beraten. Auch müsse die Option eines Neubaus nach heutigen Bedürfnissen noch einmal geprüft werden, so Wegener. Das wäre „ohne Zweifel investiv“. Ferner sollen weitere Fördermöglichkeiten, etwa aus dem Leader-plus-Programm der EU gesucht werden. Reuter empfahl den Mündenern, „diesen Weg zu gehen“ und in Bonaforth statt „Flickwerk“ besser „etwas Vernünftiges“ zu machen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke kündigte an, sich beim Land dafür einzusetzen, dass über den Südniedersachsenplan Mittel für Bonaforth bereitgestellt werden. Sittig sah nach dem Besuch des Landrates „alle Hoffnungen schwinden, dass sich kurzfristig eine Lösung findet“.

Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei einem Vor-Ort-Termin in Bonaforth.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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