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Geld zurück von der Bahn

Entschädigungsregeln für Zugreisende Geld zurück von der Bahn

In diesem Winter müssen sich Bahnkunden nicht selten mit Verspätungen und Zugausfällen herumschlagen. Im Vergleich zu früheren Jahren sind die Rechte der Fahrgäste allerdings erheblich gestärkt worden, erklärt die Göttinger Verbraucherzentrale.

„Für klirrende Kälte und Schneemassen kann auch die Bahn nichts“, sagt Verbraucherschützerin Kathrin Körber. „Wohl aber für technische Störungen und die oft mangelhaften Informationen über Anschluss- oder Weiterfahrtmöglichkeiten oder über die neuen Fahrgastrechte.“ Weil viele Fahrgastregeln im vergangenen Jahr gesetzlich festgeschrieben wurden, empfiehlt die Verbraucherberatung betroffenen Bahnkunden, Entschädigungen geltend zu machen.

Sei beispielsweise im Fernverkehr erkennbar, dass der Zielbahnhof mit mehr als 60 Minuten Verspätung erreicht wird, können Reisende von der Fahrt ganz absehen oder sie vorzeitig abbrechen, zum Ausgangsbahnhof zurückfahren und die volle Erstattung des Fahrpreises verlangen. „Wer weiter fährt, aber mit Verspätung am Zielbahnhof ankommt, kann ab 60 Minuten Verspätung eine Entschädigung in Höhe von 25 Prozent des Fahrkartenpreises verlangen und ab 120 Minuten Verspätung sogar 50 Prozent“, erläutert Körber.

Diese Ansprüche ständen dem Verbraucher allerdings nicht zu, wenn er vor dem Kauf der Fahrkarte von der Verspätung wusste, zum Beispiel am Fahrkartenschalter davon in Kenntnis gesetzt wurde. Körber: „Verbraucher sollten sich die Verspätung im Zug schriftlich bestätigen lassen. Alternativ ist auch eine Bestätigung auf dem Bahnsteig oder an den Fahrkartenschaltern möglich. “

Rechtlich schwierig sind zurzeit die Verspätungen im norddeutschen Raum. Starker Schneefall und extremer Wind, die Weichen und Oberleitungen vereisen lassen, schließen eine Haftung der Bahn aus: Die Störungsursache liegt damit außerhalb des Eisenbahnbetriebes und konnte nicht abgewendet werden. „Verbraucher sollten in jedem Fall einen Antrag auf Schadenersatz stellen, wenn die Ursache der Störung nicht ganz klar ist, denn für einsatz- und fahrbereite Züge hat die Bahn zu sorgen“, empfiehlt Körber.

hein

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