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Gemeinden kooperieren für neues Förderkonzept

Südkreis-Trio Gemeinden kooperieren für neues Förderkonzept

Auf Zuschüsse aus der Städtebauförderung neuen Stils können die Gemeinden Friedland, Gleichen und Rosdorf hoffen. Sie haben sich beworben für ein neues Programm – eines, das sie selbst mitgestalten werden. Denn Geld gibt es aus diesem Programm nur, wenn sie überörtlich zusammenarbeiten und koordiniert beantragen, was in welcher der drei Gemeinden künftig gefördert werden soll.

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Kooperieren: Puche, Proch, Grahovac, Friedrichs (v.l.).

Quelle: SPF

Das Programm, so Städteplaner Dirk Puche vom Büro Lange-Puche, gibt es bereits in mehreren Bundesländern. Niedersachsen hat jetzt erst begonnen. Bis zum 1. März waren kurzfristig Anträge abzugeben. Weil Rosdorf und Friedland ohnehin bei Wasser und Abwasser sowie dem interkommunalen Gewerbegebiet zusammenarbeiten, man auch mit Gleichen bei der Personalsachbearbeitung bereits kooperiere, fand sich das Trio schnell. In der ersten Phase entwickeln die Teilnehmer das Konzept, nach dem gefördert wird. Ziel ist es, durch gezielte Entwicklung der Infrastruktur das Leben auf dem Lande auch in Zeiten des demografischen Wandels in allen 31 Dörfern der drei Kommunen attraktiv zu halten.

Ein Beispiel: Friedland hat ein Mehrgenerationenhaus. Warum sollte es nicht für alle ländlichen Ortschaften aller drei Gemeinden interessant sein? Eine künftige Zusammenarbeit bei den Schulen, bei Kitas, Wasser, Abwasser, Seniorenwohnanlagen, Sportstätten und Gewerbegebieten, aber auch beim Rückbau von Strukturen, ist denkbar. Sieht man vom Kernort Rosdorf, der mehr nach Göttingen orientiert ist, einmal ab, haben alle drei Kommunen ähnliche Strukturen.

Schwerpunkt des neuen Programms wird die öffentliche Infrastruktur samt seiner Personalkosten sein. Private Projekte werden eher nicht gefördert. Ein Aus für die klassische Dorferneuerung bedeute der neue Ansatz aber nicht.

Die Bürgermeister Harald Grahovac, Jürgen Proch und Andreas Friedrichs (alle SPD) sind sich einig, dass gerade die Möglichkeit, die Förderrichtlinien mitgestalten zu können, für die Zusammenarbeit von Flächengemeinden eine besondere Chance darstellt.

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