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Gemeinderat Rosdorf empfiehlt neue Kalkulation der Wasserpreise

Neue Grundgebühr, leichte Erhöhung Gemeinderat Rosdorf empfiehlt neue Kalkulation der Wasserpreise

Die Wassergebühren in der Gemeinde Rosdorf sollen 2015 leicht angehoben werden. Der Rat hat dem Verbandsausschuss des zuständigen Wasserverbandes Leine-Süd jetzt mehrheitlich grünes Licht für die entsprechenden Änderungen gegeben. Fünf Vertreter der CDU stimmten allerdings dagegen. Unter anderem bemängelten sie, dass die neue Kalkulation nicht transparent genug sei.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Rosdorf. Diese sieht folgende Änderungen vor: Für Frischwasser wird ein neuer Verbrauchspreis von 1,61 Euro pro Kubikmeter vorgeschlagen (bisher: 1,58 Euro). Zudem wird die Grundgebühr leicht angehoben und soll je nach Zählergröße von 36 (Zählergröße 2,5) bis 900 Euro (Zählergröße 60) im Jahr reichen (bisher 30,72 bis 754,68 Euro). Der überwiegende Teil der Haushalte in der Gemeinde Rosdorf ist mit der kleinsten Zählergröße ausgestattet.

Die größte Veränderung gibt es beim Schmutzwasser. Hier soll erstmals eine Grundgebühr eingeführt werden, die je nach Zählergröße so hoch wie beim Frischwasser ausfällt. Dafür wird der Verbrauchspreis um satte 28 Cent auf 2,12 Euro pro Kubikmeter gesenkt (vorher 2,40 Euro). Das Entgelt für Regenwasser bleibt unverändert bei 0,39 Euro pro Quadratmeter.

Senkung des Verbrauchspreises

Für einen Vier-Personen-Haushalt ergäben sich durch die Änderungen folgende Auswirkungen: Bei einem angenommenen Verbrauch von 120 Kubikmetern Trinkwasser lägen die Kosten jährlich bei 229,20 Euro und damit um 8,88 Euro höher als bisher. Beim Schmutzwasser lägen die Kosten für einen Vier-Personen-Haushalt künftig bei 290,40 Euro jährlich und damit um 2,40 Euro höher als bisher.

Johannes Siemes (CDU) hatte bereits im Finanzausschuss die Sorge geäußert, dass die Senkung des Verbrauchspreises beim Schmutzwasser zu hoch ausfalle. Er befürchtet, dass es im nächsten Jahr in diesem Bereich zu Preiserhöhungen kommen könnte, was beim Bürger nicht gut ankommen würde. Außerdem fehle es an Transparenz.

Jörg Winter (CDU) bezeichnete das Verfahren in der Ratssitzung ebenfalls als „unglücklich“. Die Kalkulation sei wenig transparent. Einige CDU-Ratsmitglieder würden sie ganz ablehnen. Sören Steinberg (SPD) räumte ein, dass es schwierig sei, „alles nachzuvollziehen“. Die Gruppe SPD/Linke stimme den Änderungen dennoch zu.

Der Rat der Gemeinde Friedland befasst sich am Donnerstag, 16. Oktober, ebenfalls mit dem Thema Wassergebühren. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Sporthaus Ballenhausen.
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