Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Gemeinsamer offener Brief gegen Zerstörung

Vandalismus Gemeinsamer offener Brief gegen Zerstörung

Zerstörte Lampen und Einbrüche: Seit vergangenem Sommer kommt es im Gartetal immer wieder zu Vandalismus. Nun wurde auch der Jugendraum in Beienrode verwüstet. Die Ortsräte erhoffen sich Abhilfe durch einen offenen Brief an die Bürger.

Voriger Artikel
„Jetzt auf Nächstenliebe angewiesen“
Nächster Artikel
Kinder säen auf dem Käsehof Landolfshausen Hafer

Hofft auf offenen Brief: Marlene Hille im Jugendraum.

Quelle: Pförtner

„Ich weiß nicht, wer sowas tut. Und warum“, sagt Marlene Hille. Sie ist Ortsbürgermeisterin von Beienrode und blickt ratlos in den verwüsteten Jugendraum des Dorfgemeinschaftshauses. In der Nacht vom 20. auf den 21. März sind Unbekannte hier eingebrochen. Fußboden, Theke, Sofas, Kicker – alles ist mit einer dicken Schicht Pulver verdeckt. Neben einem Sofa, etwas verdeckt vom Pulver, klebt ein getrockneter Rest von Erbrochenem am Boden. Die Einbrecher haben den Feuerlöscher betätigt und Heizstrahler aus den Wänden gerissen. An der Wand ist auf Fotos zu sehen, wie die Einwohner Beienrodes das Dorfgemeinschaftshaus 1982 zusammen renoviert haben.
„Irgendwer muss was bemerkt haben. So staubig, wie es hier ist, müssen die Täter doch auch nach Hause gekommen sein“, vermutet Hille.Die Polizei ermittle schon, aber bisher gebe es noch keine konkrete Spur.

Offener Brief an Einwohner

„Ob durch Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – mutwillige Zerstörung tolerieren wir nicht“, heißt es in einem offenen Brief, in dem sich die Ortsräte der drei Gemeinden Beienrode, Kerstlingerode und Rittmarshausen nun an die Öffentlichkeit wenden. „Ziel des Briefes ist es, die Leute zu sensibilisieren. Denn sie sollen nicht wegsehen, wenn sie etwas Auffälliges beobachten, sondern sich an die Ortsräte oder die Polizei wenden“, erklärt Claudia Schuppe-Blödow, Ortbürgermeisterin von Kerstlingerode.
Schon seit vergangenem Jahr werde in den drei Gemeinden regelmäßig randaliert, ohne dass die Verursacher bekannt würden. „Beispielsweise wurde fast die Hälfte der Schulwegslampen zwischen Rittmarshausen und Beienrode zerstört. Es gab auch einen Einbruch in die Sporthalle der Gartetalschule“, berichtet Schuppe-Blödow. Die Ortsräte „möchten keinen Pauschalverdächtigung aussprechen“, heißt es in dem Brief. Allerdings vermutet Schuppe-Blödow, dass die Täter eher jünger sind. Auch Hille geht von jugendlichen Einbrechern aus: „Ich habe ja gehofft, dass jemand in Begleitung seiner Mutter kommt und zugibt, den Raum verwüstet zu haben.“ Ob der Jugendraum in Zukunft als solcher noch genutzt werde, wolle man in der nächsten Beienröder Ortsratssitzung besprechen.

Von Corinna Berghahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Martin Sonneborn in Göttingen

Martin Sonneborn in Göttingen - Antrag zur Namensänderung von Göttingen