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Generationen von Schulkindern unterrichtet

Dorflehrer Wilhelm Appuhn Generationen von Schulkindern unterrichtet

Wilhelm Appuhn (1898-2003) hat Generationen von Eddigehäuser Schulkindern unterrichtet. Deshalb wurde ihm jetzt eine auf der Grünanlage der Domäne stehende große Blutbuche gewidmet.

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Ehrung für Dorflehrer: Wilhelm Hardege (links) und Manfred Bruns an der Appuhn-Buche.

Quelle: Mischke

Viele Erinnerungen gibt es an den ehemaligen Dorfschullehrer. Ortsbürgermeister Manfred Bruns (CDU) etwa wurde 1946 von Wilhelm Appuhn eingeschult. „Jeden Morgen kam er mit seiner Geige die Treppe herunter“, erzählte Bruns während einer Feierstunde im sogenannten Kurpark vor der Domäne, „und dann suchte er sich jemanden aus, der eine Strophe aus dem Lied von der Glocke aufsagte.“ 1954 pflanzte der Lehrer die jetzt nach ihm benannte Buche mit seinen Schülern.

Verdienter Pädagoge

Von 1934 bis 1964 hat Appuhn in Eddigehausen unterrichtet. Die Idee, mit einem nach ihm benannten Ort an den verdienten Pädagogen zu erinnern, hatte Ortsheimatpfleger Heinrich Hardege, selbst 1938 in Eddigehausen eingeschult. Er erinnerte an gemeinsame Schulzeiten mit Jungen und Mädchen aus Deppoldshausen, „die kamen über den Berg zu uns“. Die Eddigehäuser Kinder, viele davon aus kinderreichen Landarbeiterfamilien, seien sicher nicht einfach zu unterrichten gewesen. „Appuhn hat es aber geschafft, uns allen etwas beizubringen.“

Hardege berichtete von besonderen Unterrichtseinheiten auf dem Weg zu den Sportstunden: „Da wurde gesungen, und es gab nebenbei noch Erklärungen zu den Bäumen und Sträuchern.“ Auch im Dorfleben habe sich der Lehrer sehr engagiert. Darüberhinaus verdanke ihm Eddigehausen eine ausführliche Dorfschulchronik und viele heimatkundliche Forschungen und Erkenntnisse. 

Von Katharina Klocke

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