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Gepfefferte Schaben und Kanus aus Beton

HAWK Gepfefferte Schaben und Kanus aus Beton

Zwei Tage lang präsentiert sich die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) vor dem Alten Rathaus in Göttingen. Die sieben Fakultäten aus den Standorten Hildesheim, Holzminden und Göttingen geben Einblicke in ihre Arbeit. 

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„Super Supraleitung“: Prof. Wolfgang Müller experimentiert auf der Bühne vor dem Alten Rathaus in Göttingen.

Quelle: Theodoro da Silva

Kanus aus Beton, Roboter aus Lego oder fahrbare Untersätze, angetrieben durch einen Akkuschrauber, wabernder Stickstoff, schwebende Magnete oder Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft sind nur einige von zahlreichen Präsentationen, die die Dozenten und Studenten der HAWK auf dem Göttinger Marktplatz zeigen. Sie beweisen, dass Wissenschaft auch Spaß machen kann und dass Forschungsergebnisse auch ganz praxisnah umgesetzt werden können.

Ziel des zweitägigen Stadtcampus sei es, so erläutert HAWK-Pressesprecherin Sabine zu Klampen, die Hochschule den Göttingern näher zu bringen. Derzeit besuchen rund rund 1200 Studierende die beiden Göttinger Fakultäten Ressourcenmanagement und Naturwissenschaften sowie Technik.

Dicht umlagert war gestern der Stand des Ressourcenmanagements: Es gab kross gebratene Schaben, genauer: Maggischaben und Edle Brasilianische Riesenschaben. „Die Insekten haben gesundes Fleisch, viele Proteine, wenig Fett“, sagt Dr. Wolfgang Rohe. Er ist angesichts immer knapper werdender Nahrungsmittel überzeugt, dass Insekten ein wichtiger Eiweißlieferant auch für die menschliche Ernährung sein können. „Das größte Problem ist unser Ekel“, sagt Rohe. Letztlich sei aber alles eine Sache der Gewöhnung. Sein Tipp: Die Schaben in gutem Öl anbraten, etwas Salz und Pfeffer dazu. Fertig.

Und der Geschmack? Wie Hühnchen sagen die einen, nur nach Rostaromen finden die anderen. „Wie Erdnussflips“, sagt Julian Wolters. Gemeinsam mit Kommilitone Malte Trumpa beißt er in die Schabe mit Brot und Chili-Sauce. Eklig sei das ganze nicht, meint Trumpa. „Schließlich sind die Beine und Fühler nicht mehr dran.“ Und Wolters ergänzt: „Rein rationell betrachtet, ist es auch nichts anderes, als wenn man Weinbergschnecken oder Scampis isst.“

Von Michael Brakemeier

Ein Video zum Stadtcampus gibt es hier.

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